Vermisste F/A-18: Das Protokoll der Medienkonferenz

Seit dem Nachmittag wird im Gebiet Meiringen eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe vermisst. Über das Schicksal des Piloten ist derzeit noch nichts bekannt. Suchtrupps sind aufgrund des schlechten Wetters zu Fuss unterwegs.

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Bildlegende: Hier ging der Kontakt zum Piloten verloren SRF

F/A-18 der Schweizer Luftwaffe vermisst

Der Ticker ist abgeschlossen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Luftwaffe vermisst seit 16 Uhr ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18C.
  • Gesucht wird im Gebiet des Sustenpasses zwischen Meiringen (BE) und Andermatt (UR).
  • Über das Schicksal des Piloten der einsitzigen Maschine ist noch nichts bekannt.
  • Such- und Rettungseinsätze sind wegen des Wetters derzeit nur mit Equipen zu Fuss möglich.
  • Des Flugzeug war 15 Sekunden nach dem Leader-Flugzeug bei einem Trainings-Patrouillenflug gestartet.
  • Der Flugbetrieb mit F/A-18-Kampfjets ab dem Militärflugplatz Meiringen ist derzeit eingestellt.
  • 20 :08

    Mit diesen Stellungnahmen der Luftwaffe und den Antworten auf Journalistenfragen schliessen wir den Liveticker zum vermissten Kampfflugzeug im Sustengebiet.

    Über das vermisste Flugzeug informieren wir sie laufend weiter hier auf srf.ch/news.

  • 20 :04

    Luftpolizeidienst gewährleistet

    Es sei korrekt, dass derzeit noch 25 Einsitzer- und 5 Doppelsitzer-Flugzeuge vom Typ F/A-18 einsatzfähig sind, bestätigt Luftwaffen-Kommandant Schellenberg.

    Der Verlust sei für die Luftwaffe schmerzhaft. Der Luftpolizeidienst 7x24 sei aber trotzdem weiterhin sichergestellt. Aber die Durchhaltefähigkeit, konkret über eine längere Zeit Maschinen in der Luft zu halten, sei jetzt zusätzlich eingeschränkt.

    Das Problem der Luftwaffe

    Trotz dieser Aussage des Chefs der Luftwaffe meint SRF-Bundeshausredaktor Christoph Nufer: «Die Luftwaffe hat langsam, aber sicher ein Problem mit dem Bestand an Flugzeugen.»

    Video «Christoph Nufer zum Absturz der F/A-18» abspielen

    Christoph Nufer zum Absturz der F/A-18

    2:19 min, vom 29.8.2016

  • 19 :59

    Flugdaten und Alarmsignale

    Stabsoffizier und F/A-18-Pilot Pierre de Goumoëns erklärt, dass Kampfflugzeuge verschiedene Sender haben. Dies sowohl im Flugzeug, wie auch im Schleudersitz und auch beim Piloten auf Mann.

    Die Luftwaffe habe teilweise, aber nicht konstant Signale der Jets empfangen können. Aber derzeit lässt sich nicht sagen, welche Signale von welchem Sender stammen.

  • 19 :49

    Wetter und Suche im Sustengebiet

    Schellenberg kann keine detaillierten Angaben zur Sitution vor Ort geben. Suchequipen sind zu Fuss unterwegs und versuchen zur Unfallstelle vorzudringen.

    Um 16 Uhr bestand im Absturzgebiet eine Wolkenschicht mit einer Untergrenze auf 1000 Metern über Meer und einer Ausdehnung auf 9000 Meter Obergrenze. Über die Beschaffenheit der Wolkendecke sind derzeit keine Angaben möglich. Beide Flugzeuge flogen in dieser Wolkenschich nach Instrumentenflugregeln.

    Piloten hatten in dieser Situation keinen Sichtkontakt zueinander.

    Blick von der Sustenpass-Strasse in die Wolken in Richtung Pass. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Das Wetter im Sustengebiet (von der Berner Oberländer Seite gesehen) am späten Montagnachmittag war wolkenverhangen. Mirjam Spreiter, SRF

  • 19 :48

    Kein Flugbetrieb in Meiringen

    Der Flugbetrieb mit F/A-18-Flugzeuge der Luftwaffe erfolgt derzeit nur ab Meiringen (BE). Ab Dienstag werden aber ab diesem Militärflugplatz keine Flugzeugstarts mehr durchgeführt. Allenfalls würden Flüge mit Helikopter ab Meiringen erfolgen.

    Es könne aber sein, dass die Rüstungsbetriebe Armasuisse oder Ruag Testflüge mit F/A-18-Maschinen ab anderen Flugplätzen vornähmen, erklärt Schellenberg.

  • 19 :42

    Journalisten-Fragen

    Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gibt es keinerlei Angaben über den Piloten.

    Zur Überlebenschance des Piloten kann der Luftwaffenkommandant keine Angaben machen: «Wir hoffen und beten dafür.»

    Die beiden Kampfflugzeuge hatten einen Trainingsauftrag. Die zwei F/A-18 sollten einen Luftkampf gegen einen F-5 Tiger trainieren.

    Video ««Wir beten für den Piloten»» abspielen

    «Wir beten für den Piloten»

    0:13 min, vom 29.8.2016

  • 19 :40

    Suchtrupps zu Fuss unterwegs

    Am Sustenpass sind Suchkolonnen zu Fuss unterwegs. Wegen des Vorfalls finden morgen Vormittag ab Meiringen keine Starts mit Kampfflugzeugen mehr statt. Meiringen ist der einzige Flugplatz, auf dem F/A-18 Hornet-Kampfflugzeuge operieren.

    Eine weitere Beurteilung der Lage wird von der Luftwaffe am Dienstagvormittag vorgenommen.

    Video ««Es sind Suchkolonnen zu Fuss unterwegs»» abspielen

    «Es sind Suchkolonnen zu Fuss unterwegs»

    1:11 min, vom 29.8.2016

  • 19 :37

    Patrouillenflug

    Bei einem Trainings-Patrouillenflug ist das vermisste Flugzeug 15 Sekunden nach dem Leader-Flugzeug als zweites gestartet. Der Funkverkehr verlief ordnungsgemäss. Auf einen zweiten Aufruf hat sich der Pilot aber nicht mehr und gilt seither als vermisst.

    Die Familie des Piloten wird betreut.

  • 19 :34

    Suche am Sustenpass

    Um 16.05 Uhr hat die Einsatzzentrale den Kontakt mit einer F/A-18 verloren. Das Suchgebiet befindet sich im Raum Sustenpass. Wegen der Wetterlage ist das Gebiet auf dem Luftweg nicht zugänglich.

    Vom Piloten hat die Luftwaffe zurzeit keine Nachricht, sagt Kommandant Aldo C. Schellenberg.

  • 19 :31

    Pilot und Flugzeug vermisst

    Aldo C. Schellenberg Kommandant muss mit grosser Betroffenheit den Verlust eines Piloten kommunizieren.

    Video ««Das Unfallgebiet ist derzeit nicht zugänglich»» abspielen

    «Das Unfallgebiet ist derzeit nicht zugänglich»

    0:50 min, vom 29.8.2016

  • 19 :27

    Wir begrüssen Sie zum Liveticker über die Medienkonferenz der Schweizer Luftwaffe aus dem Medienzentrum des Bundes in Bern.