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Energiestrategie 2050 Versorgungssicherheit für Haushalte gewährleistet – vorerst

Legende: Video Energieversorgung für Haushalte vorerst gesichert abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.06.2017.
  • Die Stromversorgungssicherheit in der Schweiz ist gewährleistet – allerdings nur kurzfristig. Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom).
  • Langfristig werden die Risiken für die Stromversorgung der Schweizer Haushalte grösser.
  • Die grössten Schwierigkeiten seien die tiefen Grosshandelspreise. Dadurch würden Anreize fehlen, neue Produktionsanlagen in der Schweiz zu bauen. Das teilt die Elcom anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz am Donnerstag mit.
  • Selbst mit dem Zubau von erneuerbaren Energien liesse sich die wegbrechende Produktion nicht kompensieren. Die Folge: Der Importbedarf würde steigen, wie die Elcom erklärt.

Damit würden laut Elcom die grenzüberschreitende Transportinfrastruktur sowie die Exportbereitschaft der umliegenden Länder wichtiger.

Die Versorgungssicherheit in der Schweiz war in den vergangenen Jahren derweil gewährleistet. So hätte die Unterbrechungsdauer für einen Schweizer Endverbraucher in der Grundversorgung im Schnitt nur 19 Minuten betragen, schreibt Elcom. Mit diesem Wert besetze die Schweiz im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz.

Die Versorgungslage im Winter war angespannt

Dennoch sei die Versorgungslage während den beiden vergangenen Winter angespannt gewesen. Im Winter 2015/2016 hätten Umbauarbeiten im Übertragungsnetz und eine beschränkte Kraftwerkskapazität zu Engpässen geführt. Im Winter 2016/2017 seien die französischen, belgischen und schweizerischen Kernkraftwerke nur eingeschränkt verfügbar gewesen, zudem war es sehr kalt und trocken.

Weil die Füllstände im Januar 2017 auf historisch tiefe Niveaus gefallen sind, hat die Elcom Anfang Februar 2017 die «Arbeitsgruppe Winter» ins Leben gerufen und zusammen mit Swissgrid und den Marktakteuren die Lage und Risiken analysiert. Die Lage habe sich in der Folge wegen der zunehmenden Verfügbarkeit der Kernkraftwerke und den wärmeren Temperaturen entspannt.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Gasser (Markus Gasser)
    Gemäss dem neuen Energiegesetz darf man zwar keine neuen KKW bauen, aber die bestehenden darf man so lange laufen lassen, als sie sicher sind. Man darf annehmen, dass die Sicherheit der letzteren so lange gewährleistet sein wird, als man sie braucht, denn Sicherheit ist auch eine Ermessensfrage.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    "Selbst mit dem Zubau von erneuerbaren Energien liesse sich die wegbrechende Produktion nicht kompensieren." Gewiss nicht, weil es nicht um theoretische Nennleistung geht, sondern um lückenlose Leistung, auch im extremen Bedarfsfall. Je mehr von diesen "Alternativen" desto wirrer und unberechenbarer wir die Sache. Für den Fall Nebel und Windstille müssen immer konventionelle Stromlieferanten in praktisch voller Nennleistung zur Verfügung stehen! Volle Idiotie, wie Trump twittern würde.
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  • Kommentar von daniel luder (daniel2seeluft)
    wertes SRF, was bitte meinen sie mit hohen Grosshandelspreisen? wäre dem so, würden unsere Wasserkraftwerksbetreiber jubeln, und ihre Kraftwerke so stark ausbauen, dass halb Europa mit diesem Strom versorgt werden könnte.
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