Vollgeld-Initiative steht

Einzig die Nationalbank soll elektronisches Geld schaffen können. Dies fordert der Verein Monetäre Modernisierung. Zu entscheiden hat nun das Volk. Die Träger des volkswirtschaftlichen Begehrens haben genügend Unterschriften für eine Volksabstimmung gesammelt.

Die so genannte Vollgeld-Initiative ist formell zustande gekommen. Von insgesamt 111'763 eingereichten Unterschriften sind deren 110'955 gültig, wie die Bundeskanzlei mitteilte.

Hinter der Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank!» – kurz: Vollgeld-Initiative – steht der Verein Monetäre Modernisierung. Er fordert, dass allein die Nationalbank neben Münzen und Notengeld auch elektronisches Geld schaffen darf.

Fiktives Geld kann für Spekulationen genutzt werden

Im heutigen System schaffen Banken dauernd neues, eigenes fiktives Geld, so genanntes Buchgeld, indem sie Kredite vergeben. Und sie können das praktisch beliebig tun. Buchgeld existiert nur elektronisch, erweitert aber die umlaufende Geldmenge. Sobald ein Kredit zurückgezahlt ist, ist das Geld wieder verschwunden.

Buchgeld kann aber auch für Spekulation eingesetzt werden. Rund vier Fünftel des von Banken geschaffenen Geldes fliesse in die Finanzmärkte und nur ein Fünftel in die Realwirtschaft, schrieb das Initiativkomitee. Mit einer Vollgeldreform könnten Banken nicht mehr «übermässig Geld herstellen», und das verhindere Finanzblasen.

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