Die SVP zählt ab der neuen Legislatur am meisten Vertreterinnen und Vertreter im Bündner Parlament. Die Partei kommt neu auf 35 Sitze, zehn mehr als bisher.
Zulegen konnten neben der SVP einzig die Grünen. Sie holen fünf Sitze dazu und sind im Grossen Rat neu mit sieben Parlamentariern vertreten. Die Grünen traten erstmals im Alleingang an, ohne gemeinsame Liste mit der SP.
Grosse Verliererin der Bündner Parlamentswahlen ist die Mitte-Partei. Sie verliert sechs Sitze im Parlament. Sie kommt neu auf 28 Sitze und ist damit nicht mehr die stärkste Kraft im Parlament. Auch die anderen Parteien verlieren Sitze: die SP fünf, die FDP vier. Die Grünliberale Partei konnte ihre Anzahl von sieben Sitzen beibehalten.
Noch nie so viele Kandidierende
Für die 120 Sitze im Parlament kandidierten 522 Personen – so viele wie noch nie. Es ist das zweite Mal, dass im Kanton Graubünden nach dem Proporzsystem gewählt wird. Bereits 2022 hatte das neue Wahlsystem die politischen Kräfteverhältnisse deutlich verändert.
Im Wahlkampf standen Themen wie Wohnungsnot, Gesundheitsversorgung, Klimaschutz, Fachkräftemangel, Wirtschaftsförderung und die Zukunft der Bergregionen im Zentrum.