Vier Anläufe blieben erfolglos, nun schafft die SVP den Sprung in die Bündner Regierung. Valérie Favre Accola kommt unter den «Neuen» auf die meisten Stimmen um den freiwerdenden Regierungssitz.
Favre Accola liess damit die vier weiteren Kandidierenden um den freiwerden Sitz des Mitte-Regierungsrats Jon Domenic Parolini hinter sich.
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Bild 1 von 3. Valérie Favre Accola ist ab Januar 2027 neue Regierungsrätin des Kantons Graubünden. Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
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Bild 2 von 3. Erste Interviews mit der neuen Regierungsrätin in Chur. Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
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Bild 3 von 3. Die unterlegene Kandidatin der GLP, Nora Saratz Cazin, gratuliert Valérie Favre Accola zur Wahl. Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
Die 53-Jährige ist aktuell Mitglied des Kleinen Landrats, der Regierung der Gemeinde Davos sowie Standespräsidentin im Kantonsparlament. Sie ist verheiratet mit dem ehemaligen Skirennfahrer Paul Accola und hat drei Kinder.
Historischer Sieg für SVP
Mit Valérie Favre Accola ist die SVP nach 18 Jahren wieder Teil der Bündner Kantonsregierung. Mehrere Anläufe der Partei blieben in den letzten Jahren erfolglos. Sie habe nichts besser gemacht als die Parteikollegen, die vor ihr für das Amt kandidiert haben. «Sie haben den Boden aufbereitet. Die Partei ist gewachsen und hat sich weiterentwickelt. Sie waren also Helfer, damit es heute gelungen ist.»
Als SVP-Vertreterin werde sie die Werte der Partei auch in der Regierung vertreten, so Favre Accola. Als amtierendes Mitglied der Regierung der Gemeinde Davos wisse sie aber, was es braucht, um zu guten Lösungen zu kommen. «Es braucht viele Gespräche. Aber Lösungen sind immer besser, wenn es vorher zu Reibungen kommt.»
Bisherige Regierungsmitglieder wiedergewählt
Die vier amtierenden Mitglieder der Bündner Regierung, die sich zur Wiederwahl stellten, bleiben im Amt. Finanzdirektor Martin Bühler von der FDP kommt auf die meisten Stimmen, gefolgt von den beiden Mitte-Vertretern, Volkswirtschaftsdirektor Marcus Caduff und Carmelia Maissen vom Departement Infrastruktur, Energie und Mobilität. Justizdirektor Peter Peyer von der SP schneidet von den bisherigen Regierungsmitgliedern am schlechtesten ab.