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Ein Jahrzehnt nach dem Brand: Die Bilanz
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 26.04.2021.
abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
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Waldbrand im Wallis Vor 10 Jahren brannte der Wald bei Visp – so geht es ihm heute

Rund 110 Hektaren wurden damals zerstört. 350 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Mittlerweile erholt sich das Gebiet.

26. April 2011: Es begann mit dem Brand eines Carrosseriebetriebs in Visp und endete in einem der grössten Walliser Waldbrände. Vom Carrosseriebetrieb aus sprangen die Funken auf Bäume in der Umgebung und die grosse Trockenheit und ein starker Wind trugen die Flammen den Hügel hinauf. Hunderte Feuerwehrleute standen tagelang im Einsatz und kämpften gegen das Inferno. Schliesslich bezwangen sie es.

Doch die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner blieben auch nach dem Feuer. Das Gebiet, wo der Wald niederbrannte, ist sehr steil. Der Wald nahm eine wichtige Schutzfunktion ein für Visp. Die Angst vor Erdrutschen trat anstelle der Angst vor dem Feuer.

2.4 Millionen Franken investiert

Bund, Kanton und die Gemeinde Visp haben seit dem Waldbrand deshalb viel Geld investiert: Für Sicherungsmassnahmen und für die Aufforstung.

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Legende:Zum Vergleich: So sah der Wald oberhalb Visp im Juli 2011 und im Juli 2018 aus. zvg/Ulrich Wasem

Konkret wurden 12'000 Jungbäume gepflanzt, Dämme gebaut, Netze gespannt, Lawinenschutzwände erstellt, Bäume gefällt. Die Schutzbauten hätten sich als gut bewährt, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Heute bestehe keine Gefahr für Infrastruktur und Bevölkerung mehr.

Langfristig sei das Ziel, dass der Wald die Schutzfunktion wieder übernehme. Es dauere aber noch Jahrzehnte, bis dieser wieder in alter Form zurück sei.

Neuer Lebensraum

Dieser neue, etwas lichtere Wald gefällt einigen Tierarten besonders gut. Zwei bedrohte Vogelarten beispielsweise siedelten sich im Eyholzerwald an.

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Legende:Sie mögen lichte LebensräumeDie bedrohten Vogelarten Wendehals (links) und Gartenrotschwanz (rechts) sind neu im Wald zu finden.Keystone

In Zukunft, wenn der Wald wieder dichter ist, würden dann auch wieder die ursprünglichen Waldvögel in den Wald zurückkehren.

Gefahr von Waldbränden steigt

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Mit der Klimaerwärmung nimmt im Wallis auch die Gefahr von Waldbränden zu, heisst es vonseiten Kanton. Je trockener der Wald, desto eher brenne er – das zeigten bisherige Feuer.

Deshalb versuche der Kanton zusammen mit den Gemeinden in Vorsorgekonzepten die Brände zu verhindern, oder sie zumindest so glimpflich wie möglich zu gestalten.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 23.04.2021, 12:03 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Félix Delahaye  (Delahaye)
    Fantastisches Bild mit dem Lösch-Helikopter.
    Da muss ich dem Photographen ein Kränzchen winden.
    Spannende Linien und viel Dynamik!
  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Ich habe kurz nach dem Brand auf einer Wanderung diesen Hang gesehen und war erstaunt, wie schnell verschiedene Pflanzen den verbrannten Boden wieder besiedelten - Pflanzen, die vorher im Schatten der Bäume gar nicht gedeihen konnten. Die Natur „rechnet“ in Jahrtausenden oder sogar -millionen, i.Ggs. zum Menschen, der oft höchstens 4, 5 Jahre plant und dann eine Rendite sehen will. Deshalb wird unser Planet jede Katastrophe überleben, auch die „Dornenkrone der Schöpfung“, den Menschen.
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Da kann ich Sie nur unterstützen. Erstaunt über das schnelle Wachstum bin ich aber nicht. Asche von verbranntem, unbehandeltem Holz ist ist guter Dünger. Kommt Sonne, Licht und Wasser dazu, ist das für viele Pflanzen ideal. Es ist immer wieder sehenswert, wie sich die Natur erholen kann. Um zu gedeihen, braucht sie nur die Tierwelt und keine Menschen.