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Ein Auto mit einem L auf dem Heck.
Legende: An der Fahrprüfung die Route künftig selber wählen? Keystone
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Schweiz Wendemanöver: Bund verändert Fahrausbildung

Das Autofahr-Training wird voraussichtlich neu gestaltet – und zwar dahingehend, dass die Neulenker früher mehr Fahrpraxis erwerben. Die Massnahmen: eine frühere Abgabe des Lernfahrausweises, eine gezielte Erschwerung der theoretischen Prüfung und eine Zusammenlegung der Weiterbildungskurse.

Die Fahrausbildung soll umgestaltet werden. Der Bund möchte, dass Neulenker künftig noch mehr Praxis haben, bevor sie den Fahrausweis auf Probe erhalten. Den Lernfahrausweis sollen sie deshalb bereits ab 17 Jahren bekommen. Die Fahrprüfung soll aber wie bisher erst mit 18 Jahren gemacht werden können.

Video
Lernfahrausweis bereits ab 17 Jahre
Aus News-Clip vom 19.07.2015.
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Weiter will der Bund die zwei Weiterbildungskurse für Neulenker auf einen reduzieren und dafür bereits in den ersten mehr Praxis einbinden. Ein Sprecher des Bundesamtes für Strassen (Astra) bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Zentralschweiz am Sonntag» und der «Ostschweiz am Sonntag».

Kein «Bögele» mehr

Die Theorieprüfung soll schwerer werden. Der Fokus liegt dabei neu auf dem Verstehen und Anwenden der Verkehrsregeln. Damit will der Bund das «Bögele», das Auswendiglernen von bereits bekannten Multiple-Choice-Prüfungen, verhindern.

Auch bei der praktischen Prüfung liegt der Fokus auf Kompetenzen. Erreicht werden soll dies unter anderem, in dem ein Prüfling seine Route weitgehend selber wählt.

Nicht ändern will der Bund den dreijährigen Fahrausweis auf Probe. Bislang mussten Neulenker binnen dieser Frist zwei Weiterbildungskurse absolvieren – was aber Tausende versäumten, obwohl der Fahrausweis auf Probe um drei Monate verlängert werden kann. Wer bis dann seine WAB-Kurse nicht absolviert hat, muss wieder bei Null beginnen.

Reaktion auf Kritik des BfU?

Kritik an den WAB-Kursen äusserte die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU). Diese kam in Studien zum Schluss, dass die Kurse Verbesserungsbedarf haben, weil sie Neulenker nicht richtig abholen.

Ein Grund sieht das BfU darin, dass viele die Kurse erst auf den letzten Drücker absolvieren. Nach den Plänen des Bundes sollen Neulenker den WAB-Kurs zwingend in den ersten sechs Monaten nach der Fahrprüfung absolvieren.

Die geplante Reform ist von einer Arbeitsgruppe des Bundes ausgearbeitet worden. Dazu soll noch in diesem Jahr eine Anhörung durchgeführt werden.

Auf die Jugend ausgerichtet

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Ein Junglenker
Legende: keystone

Im nur noch eintägigen WAB-Kurs soll die Vermeidung von jugendtypischen Unfällen im Mittelpunkt stehen. Geübt wird zum Beispiel das Fahren auf nasser Fahrbahn, das Kurvenverhalten oder das Befahren einer Landstrasse bei Nacht.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran , Basel
    Gute Idee. Aber die Kurse und Fahrstunden müssen deutlich günstiger werden. Ich musste noch keine Kurse machen (Nothelfer natürlich schon), fahre aber trotzdem sicherer als viele heutzutage. Kurse garantieren gar nichts! Ja, es geht wohl in erster Linie darum neue Geldeinnahmequellen zu erfinden. Schaden tun die aber auch nichts, aber bitte nur halb so teuer! Weiter wäre ein Punktesystem sinnvoll. Via Sicura muss abgeschafft, Alkohol und Drogen müssen gleichgestellt (keine Nulltolleranz) werden
    1. Antwort von Michael Feller , münchenbuchsee
      Hallo Herr Duran Weissen Sie was ein Fahrlehrer vom Lektionenpreis alles zu bezahlen hat oder wesshalb sollten Fahrlektionen günstiger werden?
  • Kommentar von s.stettler , bern
    Diese Weiterbildungskurse sind die reine Geldmacherei.
  • Kommentar von Sascha Stalder , Oberdiessbach
    Bei den Neulenkern hat man schon viel gemacht und erreicht. Ich fände ein Weiterbildungskurs für Führerschein Besitzer alle 10 Jahre nicht nur sinnvoll sonder nötig! In dieser Zeitspanne änderte sich Fahrzeugtechnik, Verkehrsregeln und Verkehrsaufkommen, nicht alle kommen damit gleich gut zurecht.
    1. Antwort von Tom Duran , Basel
      Wenns Gratis wäre schon. Ansonsten fahren bald nur noch diejenigen mit einem Haus am See Auto. Wir Wenigverdiener können uns dann weder Zug noch Auto leisten und müssen zurück zum Eselskarren (das was die Grünen ja wollen). Nein Danke!