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Schweiz Weniger, dafür grössere Landwirtschaftsbetriebe

Gemäss den jüngsten Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik hat die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe im Jahr 2013 weiter abgenommen. Die landwirtschaftliche Nutzfläche blieb dagegen stabil. Ein Rückgang lässt sich hingegen bei der Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft feststellen.

Im Jahr 2013 zählte die Schweiz 55'207 Landwirtschaftsbetriebe, was einem Rückgang um 2,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012 entspricht. Der Rückgang betraf vor allem Betriebe mit einer Grösse zwischen 5 und 20 Hektaren (-4,1%), während die Betriebe mit einer Grösse von mehr als 30 ha um 2,5 Prozent zunahmen. Gleichzeitig war die landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) mit 1,05 Millionen Hektaren vergleichbar mit dem Vorjahr.

Legende:
Betriebe und Beschäftigte in der Landwirtschaft Bundesamt für Statistik

Die Schliessung von Landwirtschaftsbetrieben ermöglichte die Vergrösserung der bestehenden Betriebe. Die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche beläuft sich nun auf 19 ha, während diese im Jahr 2005 noch weniger als 17 ha betrug.

Biologische Landwirtschaft im Aufwind

71 Prozent der LN bestand im Berichtsjahr aus Grünflächen. Der Getreideanbau, die häufigste Anbauart auf offenem Ackerland, wurde auf 147'460 ha (14% der LN) betrieben. Mehr als die Hälfte davon war Brotgetreide. Die biologische Landwirtschaft setzte ihren Aufwärtstrend fort. Im Jahr 2013 wurden 6047 Bio-Betriebe gezählt, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme von 2,6 Prozent entspricht.

Die Familie ist sehr präsent

Die Anzahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft nahm 2013 weiter ab. In diesem Sektor waren 158'919 Personen beschäftigt, was im Vergleich zum Vorjahr einer Abnahme von 1,9 Prozent entspricht. 98 Prozent der schweizerischen Landwirtschaftsbetriebe sind Familienbetriebe. Familienmitglieder machten 81 Prozent aller in der Landwirtschaft Beschäftigten aus.

Legende: Video Immer weniger Milchbauern abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.07.2014.

Gleichzeitig nahm der Anteil der familienfremden Arbeitskräfte gegenüber den gesamten Beschäftigten leicht zu. Während die weiblichen Beschäftigten 37 Prozent des Totals ausmachten, arbeiteten mehr als zwei Drittel der Frauen Teilzeit (67%). Sie repräsentieren jedoch nur 5 Prozent aller Betriebsleitenden.

Mehr Geflügel, weniger Schweine

Im Jahr 2013 hat der Geflügelbestand die 10-Millionen-Grenze überschritten (+1,2%) und bestätigt damit den seit den 1990er-Jahren beobachteten Trend. Die Anzahl der Schweine ist weiter dem nach 2010 festgestellten Abwärtstrend gefolgt (-3,8%). Der Rindviehbestand blieb im Vergleich zum Jahr 2012 (-0,5%) nahezu stabil. Die Konzentration der landwirtschaftlichen Produktion bewirkte, dass die Anzahl der Milchbetriebe um 2,3 Prozent und jene der Schweineproduzenten um 6,3 Prozent abnahm.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Die jahrelange Subventionierung war einfach ein Fehler. Das führte dazu, das Bauer XY mit 3 x 3 Meter Land und 2 Kühen im Stall ohne Fenster weiter existieren konnte, obwohl er schon morgens um 9 Uhr sein Bierchen trank und von Landwirtschaftsbetrieb nicht viel zu spüren war. Bei heutiger Technologie ist ein Feld von 3m^2 hinter dem Dorf einfach nicht mehr die passende Struktur. Die Zukunft gehört den jungen, energetischen Landwirten mit Solardach, Windrad und BIO-Betrieb und nicht dem Bauer XY.
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  • Kommentar von Ernst Meier, Mönchaltorf
    1360 Bauernbetriebe im letzten Jahr sind verschwunden. Und sie sterben lautlos, würde irgendein Betrieb in unserem Land 1360 Arbeitsplätze vernichten gäbe es ein riesiges Drama . Wir Bauern leiden enorm unter dem Welt- Freihandel aber noch mehr leidet unsere Oekologie . Extreme Wetterverhältnisse. Die Sicherheit und die Ernährung währen für einen Suveränes Land wie die Schweiz die Wichtigsten Grundpfeiler. Beide werden immer mehr dem Spar-druck unterstellt . Langfristig ist das sehr gefährlich.
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Das sind immer noch 20'000 Bauernbetriebe zuviel. 35'000 Betriebe würden gemäss Fachleuten in der Schweiz ausreichen für eine effizientere und rentablere Landwirtschaft.
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    1. Antwort von R.Hunger, Safien
      und wer soll dann alle die Hänge und gebiete in den Alpen pflegen. damit der gesamte Tourismus trotzdem erhalten bleibt?? wer käme schon in das Alpengebiet wenn jedes Tal und alle Hänge mit Stauden und Büsche verwachsen sind?!! in der Bergzone IV hat man ausreichend Arbeit wenn man nur schon 25ha bewirtschaften möchte, und dies ist gemäss dieser Politik ein ''unrentabler Betrieb welcher noch zuviel ist!!''
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