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Friedensförderung in Kosovo Weniger Soldaten für die Swisscoy

Seit 17 Jahren sind bis zu 235 Schweizer Soldaten im Kosovo stationiert. Die Angehörigen der Swisscoy unterstützen dort die internationale KFOR-Mission. Nun hat der Bundesrat entschieden, den Einsatz bis Ende 2020 zu verlängern. Er will aber erstmals die Truppe um rund ein Drittel verkleinern.

Eine Patrouille der Swisscoy im Kosovo.
Legende: Eine Patrouille der Swisscoy im Kosovo. Der Bestand an Soldaten soll zurückgefahren werden. Keystone/Archiv
  • Der Swisscoy-Einsatz in Kosovo wird bis 2020 weitergeführt, da er laut dem Bundesrat im Interesse der Sicherheit der Schweiz liegt.
  • Schrittweise wird die Anzahl Armeeangehöriger abgebaut; von 235 auf maximal 165 Personen.
  • Eine zeitweilige Aufstockung des Bestandes ist möglich.
  • Defintiv über den Einsatz der Swissco-Truppe entscheidet das Parlament.

Sie transportieren Personen auf der Strasse und in der Luft, oder sie spüren in Gesprächen den Puls der Menschen in Kosovo. Die bis zu 235 Armeeangehörigen der Swisscoy, die zum Selbstschutz bewaffnet sind, sind Teil des grössten Ausland-Engagements der Schweizer Armee.

Nun will der Bundesrat diesen Einsatz bis Ende 2020 weiterführen. Er will ihn aber in zwei Schritten herunterfahren, auf maximal noch 165 Armeeangehörige bis Ende 2020. Die internationale KFOR-Mission hat ihren Bestand bereits massiv verkleinert, und ihr stünden weitere Reduktionsschritte bevor, schreibt der Bundesrat heute.

SVP möchte den Einsatz ganz beenden

Nicht nur eine Reduktion, sondern eine vollständige Beendigung des Schweizer Einsatzes im Kosovo fordert seit Längerem die SVP, die Partei des Verteidigungsministers Guy Parmelin. Doch für die Sicherheit der Schweiz sei Stabilität im Kosovo wesentlich, schreibt nun der Bundesrat, und entsprechend liege der Schweizer Einsatz weiterhin im Interesse des Landes.

Temporär und falls nötig soll der Bestand auch aufgestockt werden können. Allerdings lässt sich der Bundesrat ein Hintertürchen offen: Er beauftragt das Verteidigungsdepartement, in den nächsten zwei Jahren zu berichten, wie Mittel aus dem militärischen Einsatz in die zivile Friedensförderung verschoben werden könnten. Das letzte Wort über den Swisscoy-Einsatz hat das Parlament.

3 Kommentare

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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    glauben Sie mir ®Fr.M.Zelger, eine effiziente Flugabwehr ist für die CH zweckmässiger.Wer den Verlust der Luftwaffe nicht verkraftet, kann sich ja einen Modellsatz anschaffen und damit künftige Spielzeug Drohnen den Garaus machen.Wir haben weiss Gott wichtigere Baustellen in unseren Land wie Arbeitslosigkeit(50+) und anderes, was es zu lösen gilt
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Für das Ausland tut die Schweiz alles. Aber für die eigene Sicherheit tun es alte Kampfjets, die eigentlich ins Museum gehörten. Ein Armutszeugnis, wenn man bedenkt, dass die umliegenden Länder moderne Kampfflieger besitzen und die Schweiz, das reichste Land der Welt mit geflickten Fliegern rumfliegen muss, aber dafür mit Superpumas in Kosovo Leute transportieren.
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    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      @ M.Zelger: Als ehemaliger Flabsoldat melde ich mich: Eine wirksame Luftabwehr für die Schweiz, erfolgt vom Boden aus, der Rest mit ca. 35 Flugzeuge neueren Typs ( einsatzfähig ) ist finanzierbar, als anderen ist Wunschdenken. Das andere ist als Hobby von einigen ergrauten Herren an der Spitze der Armee ( Luftwaffe ). Frage: Wie schnell geht es Rakete in der Luft oder Flugzeug in der Luft, zur Abwehr feindlicher Kampfflugzeuge oder Raketen ?
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