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Wenn der Arzt durch das Handy Diagnose stellt
Aus Espresso vom 26.01.2017.
abspielen. Laufzeit 05:44 Minuten.
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Telemedizin per Smartphone Wenn der Arzt per Handy eine Diagnose stellt

Eine neue App soll Anfang Mai in der Schweiz die Telemedizin verändern. Mit einem Videokanal will die Firma eedoctors dank Internet den Arzt sichtbar auf das Smartphone bringen und so die medizinische Beratung per Telefon verbessern.

«Was in den USA und in Australien funktioniert, kann auch in der Schweiz nicht so falsch sein», sagt CEO der Firma eedoctors, Pascal Fränkler. Er hat die Lancierung der neuen App in den letzten drei Jahren vorbereitet und das Programm technisch so entwickeln lassen, dass am 1. Mai dieses Jahres die ersten Patienten via Videokanal beraten und betreut werden können.

Fränkler ist überzeugt, dass die Qualität der Telemedizin dank der zusätzlichen Video-Ebene deutlich verbessert wird.

Der Arzt reist im Hosensack mit

Die neuen Möglichkeiten seien insbesondere auch während den Ferien irgendwo auf der Welt attraktiv oder für ältere, weniger mobile Menschen sinnvoll. Nach Fränkler können so in Zukunft aufwändige und teure Arztbesuche verhindert werden. Erfahrungen in den USA hätten gezeigt, dass rund 70 Prozent der Videoanfragen ohne weiteren Arzt- oder Spitalbesuch erledigt werden können.

Die neue Applikation macht aber nicht nur den beratenden Arzt auf dem Handy-Display sichtbar. Sie macht auch die sichere Übertragung von persönlichen Daten und Rezepten möglich. Zudem liefert sie die von der Krankenkasse für die Kostenübernahme verlangten Dokumente und Unterlagen.

Alles aus einem Guss

Sogar die Bezahlung der ärztlichen Dienstleistung und Beratung wird über die neue App abgewickelt. Pro Beratungsminute wird der eigenen Kreditkarte oder Postcard 3.80 Franken belastet. Ein Franken davon bleibt bei den App-Entwicklern.

An einem neuen Telemedizin-System mit Videokanal arbeiten auch andere Anbieter. So auch die Telemedizin-Anbieterin Medgate. Wann ihre bisherige Medgate-App auch mit einem Videokanal ausgerüstet und aufgewertet werden kann, ist aber derzeit noch nicht absehbar.

«Die neue App kann Gesundheitskosten senken»

Gesundheitsökonomen sind sich einig, dass das neue Video-Angebot sinnvoll und kundenfreundlich ist. Darüber hinaus helfe diese App, Kosten im Gesundheitswesen zu sparen und unnötige Besuche auf Notfallstationen zu verhindern, sagt Gesundheitsökonom Heinz Locher gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Er ist überzeugt, dass sich dieses System in Zukunft auch in der Schweiz durchsetzen wird.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von W Streuli  (Wernu)
    Ich stelle allmählich fest, das die Gattung homo sapiens ohne Smartphone und somit ohne App wieder aussen vorsteht.Aber macht nichts, solange unsere noch überlebende Kategorie ohne App in der Migros, Coop, oder wo auch immer einkaufen können, nehmen wir diese ausstehende Handy Diagnose in Kauf :) und wie ®Hr.J. Busch richtig erwähnt hat, gehen so manche eh zuviel zum Arzt
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Herr Streuli, jede grosse Krankenkasse hat inzwischen eine Notruf/Beratungsnummer. Diese steht sogar auf dem KK Ausweis. Ich habe selbst vor vielen Jahren dort mal angerufen, weil ich die Treppe runter geflogen war uund das Bein Immer dicker wurde. Ich hatte in kürzester Zeit einen Krankenwagen, leider danach auch einen Gips.
  • Kommentar von Joel Busch  (Joel)
    Ich wette ganz viele Leute rennen wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt obwohl die Krankheiten so typisch und weit verbreitet sind dass sich das nicht lohnt, bei einer Grippe zum Beispiel. Um solche Fälle abzufangen ist die App sicher eine gute Idee. Dann werden die Viren auch nicht im Wartezimmer an alle anderen verteilt. Und nach einer Viertelstunde Videotelefonie kann die Bettruhe beginnen. Der Arbeitgeber hat auch seinen Beweis, alle zufrieden.
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  • Kommentar von Lily Baumann  (Medinilla)
    So ein Blödsinn! Es wird passieren wie bei der Auskunft 1818, die die Fragen auch nie beantworten kann oder erst nach langem Suchen im Internet. Der angebliche Arzt muss zuerst Dr. Google fragen was es sein könnte und schon sind 10 Minuten vorbei und kosten für nichts und wieder nichts CHF 38 ..... Das ist alles Geldmacherei und die Prämien werden deswegen sicher nicht sinken.
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