Zum Inhalt springen
Inhalt

Einheitliche Spitaltarife Wie viel kostet eine Depression?

Legende: Audio Einigung auf Rahmenvertrag abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
01:37 min, aus HeuteMorgen vom 22.06.2017.
  • Psychisch Kranke werden in Kliniken schon bald nach einheitlichen Tarifen behandelt.
  • Abgerechnet wird aber nicht in Fall- sondern in Tagespauschalen.
  • Weil die Definition der Behandlungsdauer einer psychischen Erkrankung so schwierig ist, dauerte es so lange, bis man sich auf einen Rahmenvertrag einigen konnte.

Fast 100'000 Menschen in der Schweiz lassen sich jedes Jahr wegen einer psychischen Krankheit in ein Spital einliefern. Wie viel eine solche Behandlung kostet, variiert je nach Kanton, Klinik und Krankenkasse. Mit Tarpsy gibt es nun erstmals eine schweizweit einheitliche Tarifstrukur.

Kliniken und Kassen einigen sich

Die Eckwerte sind schon länger bekannt: So wird in Tagespauschalen, und nicht in Fallpauschalen abgerechnet. Schliesslich lässt sich die Behandlungsdauer einer psychischen Erkrankung – etwa einer Depression – weniger genau festlegen als eine rein medizinische Behandlung wie eine Blinddarmoperation.

Bislang fehlte allerdings eine vertragliche Grundlage, um die vereinbarten Tarife einführen zu können. Inzwischen haben sich die Spitäler und die Krankenkassen aber auf einen Rahmenvertrag einigen können. Dies zeigen Recherchen von Radio SRF. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen den Tarifpartnern.

Tarpsy dürfte ab 2018 gelten

Für Diskussion hatte insbesondere die Frage gesorgt, ob und wie überprüft werden soll, wie sich die Kosten mit den neuen Tarifen entwickeln. Hier konnte nun offenbar eine Lösung gefunden werden. Über die Details wollen die Tarifpartner derzeit allerdings noch keine Auskunft geben.

Mehr Informationen zum Rahmenvertrag Tarpsy gebe es nächste Woche, heisst es von den Tarifpartnern. Dann werde der Vertrag auch beim Bundesrat eingereicht. Damit dürfte der Einführung von Tarpsy 2018 nichts mehr im Weg stehen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    ...und schon wieder geht es um teure "Übelbekämfung" und nicht um die Frage, nach "URSACHE/VERURSACHUNG" und wie: Gesellschaft, Bundesrat, Politik, Wirtschaft/Industrie und der gesamte Verwaltungsapparat, diese offensichtliche Fehlentwicklung behoben//verbessert werden kann!??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Depression ist immer eine Form von Einsamkeit, respektive Vereinsamung. Wie man auf die Idee kommen kann, eine solche mit Medikamenten oder Hospitalisierung 'heilen' zu können, wird mir ein Rätsel bleiben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Nicola Harrison (Nicola Harrison)
      Sie nennen ein Symptom aber damit eine sogenannte "Heilung" eintritt, braucht es eine Ernährungs und Life-Style Veränderung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Das ist doch Unsinn. Die Ursachen und Formen sind durchaus vielfältig und nicht so trivial wie Sie zu denken scheinen. Gilt ebenso für die Behandlung. Dazu kommt, dass es nicht nur um Depressionen geht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      MK, in diesem Beitrag geht es definitiv um Depression. Was ist denn Depression laut Ihrer Definition? Eine Trübung der Seelischen Befindlichkeit, anders ausgedrückt, ein Manko an Glücklichsein. Der 'Hund' kann tief in der Seele begraben sein, aber ist auch dann, ein seelisches Manko, das man nicht beheben kann mit technischen Mitteln (Chemie). Das einzige 'Heilmittel' für seelische Erkrankungen ist letztendlich 'Liebe'. Mit Antidepressiva kann man wohl ruhigstellen, resp. Symptome bekämpfen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von L. C. F. Romano (l.c.f.r.)
      Replik zum B.Fuchs Es ist nicht jedem Gegeben, ergo verständlich, aber ein Resultat der eklatanten Des- Information, gepaart mit Unwissenheit, eine Änderung im Verhalten mit professionelle Hilfe, kombiniert ambulant oder Hospitalisation und oder Medikamenten plus mit Psycho-soziale Begleitung, hierfür mit vielversprechenden Therapien, namentlich Physio, Ergo und Bewegung, die Stressfaktoren in Schach zu halten durch neue Strategien des kongnetives Verhaltens aneignen, sich vorstellen zu können.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Michel Koller (Mica)
      @Fuchs: Es geht auch um Depressionen aber im Grossen und Ganzen eben um psychische Erkrankungen im allgemeinen. Daher auch TarPSY. Eine getrübte Stimmung ist nur ein mögliches Symptom bei einer Depression. Da gibt es noch Negativspiralen, Antriebslosigkeit, Verzweiflung etc. Liebe allein bringt einem da nicht wieder raus. Professionelle Hilfe ist gefragt und manchmal eben auch pharmakologische.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Planwirtschaft auch im Gesundheitswesen. Ob das lange gut geht? Krankheiten sind individuell wie der Mensch. Aber offensichtlich steuert unsere Gesellschaft weg vom Individualismus hin zur Gleichheit. Fürchterlich, aber tagtäglich zu beobachten. So gut wie alles ist heute vorgegeben. Der Mensch wird durch Wirtschaft und Politik kontrolliert und gesteuert. Wer sich von der Masse abgeben will, braucht viel Geld. Eine schreckliche Entwicklung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ivo Muri (Ivo Muri)
      Prima auf den Punkt gebracht. Danke Tom Duran.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen