Zuwenig transparent: Fünf Lobbyisten aus Berufsverband verbannt

Die Schweizerische Public Affairs Gesellschaft hat fünf ihrer Mitglieder per Ende Juni ausgeschlossen. Die Lobbyisten haben nicht alle ihre Aufträge offengelegt.

Silouhette zweier Männer im Bundeshaus im Gespräch vor einem Fenster mit weissem Vorhang Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Verschwiegene Arbeit im Bundeshaus, doch vorher muss bekannt sein für wen. Keystone

Imagepflege der Schweizerische Public Affairs Gesellschaft SPAG: Wer im Verband organisiert ist, muss gemäss den Standesregeln seine Auftraggeber auf der SPAG-Webseite publik machen.

Bis Ende Juni hatten die Mitglieder Zeit, ihre Angaben zu platzieren oder zu vervollständigen. Fünf Lobbyisten sind dieser Aufforderung nicht nachgekommen. Sie seien deshalb von der Organisation ausgeschlossen worden, teilt die SPAG mit.

Regeln aus Imagegründen geschaffen

«Wer Lobbying-Aufträge nicht offen legt, missachtet den demokratischen Prozess», sagte SPAG-Präsident Stefan Kilchenmann. Das gelte auch für bekannte Branchenvertreter, die im Hinterzimmer intransparent agierten. «Sie verkennen die Zeichen der Zeit und sie schaden uns allen.»

Die Standesregeln, welche die SPAG vor zwei Jahren zur Imagepflege schuf, sollten die Einflussnahme auf das politische System transparenter machen.

Die umfassende Offenlegungspflicht ist innerhalb des Verbandes umstritten.