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SRF Forward Coronavirus: Warum wir die Gefahren unterschätzen

Wer die Gefahren des Coronavirus verharmlost, gefährdet andere Menschen. Warum einige die Krise dennoch nicht ernst nehmen, kann verschiedene Ursachen haben.

«So schlimm kann es nicht sein!» «Mich wird es bestimmt nicht treffen.» Wer die Risiken des Coronavirus verharmlost, meint es meist nicht böse. Im Gespräch mit der Sozialpsychologin Maria Douneva finden wir fünf Gründe, warum es einigen so schwer fällt ihr Verhalten zu ändern.

  1. Kontrollverlust: Wir haben durch die Pandemie Freiheiten verloren, die vorher selbstverständlich waren. Das ist unangenehm.
  2. Die Angst vor Veränderung: Wir mögen Veränderungen nicht, weil sie mit Unsicherheit einhergehen.
  3. Menschen sind Herdentiere: Wenn wir sehen, dass sich andere Menschen noch immer verabreden oder frei draussen bewegen, kann das verunsichern.
  4. Falscher Optimismus: «Mich trifft es bestimmt nicht.» Man unterschätzt, wie wahrscheinlich man selbst Opfer werden kann.
  5. Angst vor der Überreaktion: Händeschütteln oder gemeinsame Kaffeepausen sind stark in unserer Gesellschaft verankert. Das nicht zu tun braucht Überwindung. Und wer will schon als der oder die Idiot*in dastehen, der (scheinbar) ohne Grund zwei Monate lang niemandem die Hand gegeben hat?

Das Fazit unserer Redaktorin: Lieber reagieren wir jetzt etwas stärker als unbedingt nötig, als dass wir später das Einsehen haben.

SRF Forward

SRF Forward

Wir sind SRF Forward, Link öffnet in einem neuen Fenster, ein Team von jungen JournalistInnen. Wir recherchieren zu drängenden Themen unserer Zeit und bringen dich mit Einordnung und Hintergrund weiter. Wir wollen nicht nur wissen, was passiert. Wir wollen verstehen, warum es passiert. Gemeinsam mit dir schaffen wir einen Diskussionsraum und suchen nach Lösungsansätzen. Dabei werden wir selbst noch viel lernen. Jeden Mittwoch gibt es ein neues Video von uns, mit dem wir dich zum Nachdenken anregen und Debatten auslösen wollen. Die Welt ist kompliziert. Lass uns zusammen durchsteigen.

Redaktion: Michelle Feer, Stefanie Hasler, Kaspar Kluth

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Fabian Sarbach  (F. Sarbach)
    Mittlerweile kennt jeder das Risiko und jeder weiss auch ob er zur Risikogruppe gehört. Es kann längerfritstig nicht sein, dass der Staat erwachsenen Menschen vorschreibt was sie zu tun haben. Jedes Jahr sterben hunderte im Strassenverkehr und übrigens tausende Schweizer (jawohl tausende) an der stinknormalen Grippe.
    Ich staune wieviele Menschen sich totalitäre Strukturen geradezu herbeisehen.
    Ich plädiere für Selbstverantwortung.
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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Es ist wie mit dem Leugnen des Klimawandels: Es ist einfacher, die Augen vor den Fakten zu verschliessen als sich einzugestehen, dass man etwas ändern muss.
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  • Kommentar von Andy Wolfs  (Andy Wolfs)
    Angst und Unsicherheit bei der Bevölkerung ist meine Meinung nach ein viel grösseres Problem als das Virus. Wir schaffen im Moment potentielle Toten durch Depressionen, Psychosen und suizidales Verhalten ...
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