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Umfahrung Mellingen VCS und WWF wollen Umfahrung verhindern

Auch die neuen Pläne für die Umfahrung Mellingen überzeugen die Umweltverbände VCS und WWF nicht.

  • Die Umweltverbände VCS Aargau und WWF Aargau führen erneut Beschwerde gegen die neuen Pläne für die Umfahrung Mellingen.
  • Die beiden Teile der Umfahrung würden aus Sicht der Umweltverbände die Zerstörung der Reusslandschaft bedeuten.
  • Der Kanton Aargau habe es versäumt, zu überprüfen, ob es nicht eine bessere Variante als die Umfahrung für Mellingen geben würde, so Tonja Zürcher vom WWF.
  • VCS und WWF führten bereits in der Vergangenheit teilweise erfolgreich Beschwerde gegen die geplante Umfahrung.

Profile der geplanten Umfahrung Mellingen
Legende: Bauprofile von Abschnitt 1 der geplanten Umfahrung im Gebiet «Gruemet» in Mellingen. SRF/Stefan Ulrich

Für den Mellinger Stadtammann Bruno Gretener kam die Nachricht der erneuten Beschwerde der Umweltverbände heute nicht überraschend. «Wir sind aber sehr enttäuscht, dass wir mit der Umfahrung immer noch nicht vorwärts kommen.» Gretener beurteilte die Umfahrung ganz anders als die Umweltverbände, von Fehlplanung könne keine Rede sein, er sieht in der erneuten Beschwerde auch eine Trotzreaktion.

Bei der Variante mit einem Tunnel, wie sie die Umweltverbände bevorzugen würden, sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis einfach zu schlecht, so der Mellinger Stadtammann. «Wir sind uns bewusst, dass die Umfahrung ein Eingriff in die Natur ist, aber im Projekt wird ja auch vieles gemacht, um diesen Eingriff zu mildern.»

Es sei schwierig abzuschätzen, wie lange Mellingen noch auf eine Umfahrung warten müsse, sagte Gretener. Er gehe aber davon aus, dass die Beschwerde abgewiesen werde.

Umfahrung Mellingen: Eine lange Geschichte

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Die Umfahrung Mellingen wurde bereits 2011 vom Aargauer Stimmvolk an der Urne genehmigt – mit 60,1 Prozent Ja-Stimmen sogar deutlich. Dennoch ist von der 35 Millionen Franken teuren Umfahrung auch sieben Jahre später noch nichts zu sehen.

Langwierige Gerichtsprozesse bis vor Bundesgericht haben das Projekt verzögert. Frühest möglicher Baubeginn wäre nun das Jahr 2020. Dann müsste aber alles ohne Beschwerden und Einwände über die Bühne gehen.

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