Basler Ständeratswahl: Das Streitgespräch

Anita Fetz (SP) kandidiert am 18. Oktober für eine vierte Amtsperiode. Da sich die Bürgerlichen auf keine gemeinsame Kandidatur einigen konnten, tritt der Grünliberale David Wüest-Rudin gegen Fetz an. Und die bürgerlichen Jungparteien schicken den knapp 25jährigen Julian Eicke (JFDP) ins Rennen.

Anita Fetz, David Wüest und Julian Eicke vor SRF Logo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anita Fetz und ihre beiden Herausforderer David Wüest-Rudin und Julian Eicke (v.l.). SRF

«Ich nehme seine Kandidatur sehr ernst, gerade weil er ein Vertreter der jungen Generation ist, das ist auch ein gutes Zeichen für die Demokratie». So reagiert SP-Ständerätin Anita Fetz auf die Frage, wie sie mit der Kandidatur des Jungfreisinnigen Julian Eicke umgehen würde.

Der dritte Kandidat für den einzigen Ständeratssitz des Stadtkanton, der Grünliberale David Wüest-Rudin, wiederum räumt ein, seine Nationalrats-Kandidatur habe Synergien dafür geschaffen, auch für den Ständerat zu kandidieren: «Die Plakate werden ja ohnehin aufgestellt und die Flyer verteilt.»

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Anita Fetz

Für die SP-Vertreterin wäre es bereits die dritte Wiederwahl: 2003 schaffte sie es gegen verschiedene Bewerberinnen und Bewerber, darunter Markus Lehmann (CVP) klar. 2007 schlug sie Andreas Albrecht (LDP) ebenfalls sehr deutlich. Und 2011 waren die beiden Gegenkandidaten Daniel Stolz (FDP) und Sebastian Frehner (SVP) wiederum völlig chancenlos.

Im Streitgespräch ging es nicht zuletzt auch darum, wer sich am wirtschaftsfreundlichsten präsentieren konnte. Die Angriffe der beiden Herausforderer, als SP-Vertreterin sei Anita Fetz per se nicht den Interessen der Wirtschaft verpflichtet, konterte die Amtsinhaberin: «Das ist lächerlich, schliesslich leite ich selbst seit Jahren eine kleine Firma, bin also Unternehmerin.»

«  Dass einer meiner beiden Gegenkandidaten so jung ist, ist ein gutes Zeichen für die Demokratie. »

Anita Fetz
Ständerätin SP

Eine kleine Überraschung gab es schliesslich bei der Frage nach den Laufzeiten der AKW`s: Anita Fetz ist da unter Umständen für längere Laufzeiten als der grünliberale David Wüest-Rudin.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)