Sympathischer Auftritt mit wenigen Abstrichen

An einem Podiumsgespräch am Kollegium Brig überzeugten die Walliser Spitzenkandidaten bei den Parlamentswahlen die jugendlichen Wahlbeobachter des Regionaljournals mehrheitlich. Inhaltliche Details blieben allerdings nur wenige.

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Die Wahlbeobachter

Die Wahlen 2015 durch die Brille junger Erwachsener: Auszubildende und Maturanden verfolgen den Wahlkampf, fühlen den Kandidaten auf den Zahn und berichten von ihren Erlebnissen. Die Serie entsteht in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen Bern und Freiburg und mit dem Kollegium Brig.

Weitere Berichte finden Sie unter srf.ch/wahlen bei Ihrem Kanton.

An einem vom Kollegium Brig organisierten Podium erhielten die Spitzenpolitiker der fünf grossen Walliser Parteien CVP, CSP, FDP, SVP und SP gute Noten von den Wahlbeobachtern. Sie vermochten mit einfacher Sprache und ein paar selbstironischen Einschüben zu punkten.

Von Kampfgeist war allerdings bei den meisten wenig spürbar. «Sie dürften den anderen ruhig auch mal verbal ein Bein stellen», sagte Maturand Sebastian Schmid zum CSP-Kandidaten Diego Clausen. Bei CVP-Kandidat Beat Rieder fiel den jungen Wahlbeobachtern seine klare Linie auf. Allerdings wirke er kühl und distanziert. Das sei gewollt, denn: «Als Politiker darf man nicht alles an sich heranlassen.»

Vom Inhalt bleibt nicht allzu viel

In der zweistündigen Diskussion erfuhren die Schüler Privates von den Kandidaten. Aber auch ihre Standpunkte zu der aktuellen Flüchtlingskrise, zum Eingreifen der öffentlichen Hand in den Tourismus oder zur ETH in Sitten wurden thematisiert. Fazit von Wahlbeobachterin Iliana Eyer: «Ich wollte mir alles merken. Aber dabei habe ich vergessen, was sie eigentlich gesagt haben.»