Tourismus und Energie: Die Unterschiede liegen in den Details

Der Auftritt der vier Oberwalliser Anwärter auf einen Sitz im «Stöckli» am Wahlpodium des Regionaljournals zeigte: In vielen Themen sind sich die Kandidaten einig. Trotzdem entwickelte sich eine lebhafte Diskussion.

Weitgehend einig waren sich die Kandidaten bei der Frage, dass der Tourismus weitreichende Unterstützung brauche von der öffentlichen Hand. In Detailfragen zeigten sich allerdings doch Unterschiede.

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Ständeratswahlen im Oberwallis

René Imoberdorf (CSPO) zieht sich aus der Bundespolitik zurück. Der Oberwalliser Sitz wird deshalb frei. Die C-Parteien sind unter Druck: Für die CVP tritt Beat Rieder an. Alle anderen grossen Walliser Parteien stellen aber ebenfalls Kandidaten. Zur Wahl stellen sich Thomas Burgener (SP), Pierre-Alain Grichting (FDP) und Franz Ruppen (SVP).

Für FDP-Kandidat Pierre-Alain Grichting liegen die Probleme in der Hotellerie unter anderem drin, dass hohe Personalkosten anfallen. In der Schweiz müssten zu hohe Minimallöhne bezahlt werden. SP-Politiker Thomas Burgener dagegen will um jeden Preis an den 3'500 Franken Minimallohn festhalten, sonst könne eine Familie in einem Tourismusgebiet nicht überleben.

Wie weiter mit der Wasserkraft?

Teilweise Einigkeit gab es auch beim Thema Energie: Die Walliser müssten mehr Geld verdienen mit Zinsen aus der Wasserkraft. Der Ausstieg aus der Atomenergie sei ein «riesen Vorteil für die Walliser Kraftwerke», fand etwa CVP-Kandidat Beat Rieder. Für Franz Ruppen von der SVP ist das totale Ende der Atomenergie hingegen ein Fehler.

Knapp 100 Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten ein lebhaftes Ständeratspodium im Theatersaal des Briger Kollegiums. Zum Gespräch eingeladen hatten das «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF, der «Walliser Bote» und die SRG Wallis.