Der Kanton Basel-Stadt führt alle zehn Jahre eine sogenannte Wanderungsbefragung durch. Dabei werden stichprobenartig Leute zu den Gründen ihres Zu- oder Wegzugs befragt. Heute präsentierte der Kanton die Ergebnisse der aktuellen Befragung.
Wirtschaft, Kultur und ÖV zieht Leute an
Seit der letzten Befragung 2008 ist die Bevölkerung in Basel-Stadt kontinuierlich gewachsen, mittlerweile leben über 200'000 Menschen im Stadtkanton. Es ziehen also immer noch mehr Menschen in die Stadt, als dass Leute auf das Land abwandern. Als Hauptgrund für einen Zuzug geben die Befragten die Nähe zum Arbeitsort an. Allgemein schätzen die Leute die Vorteile der zentrale Lage, des kulturellen Angebots und des öffentlichen Verkehrs.
Unzufriedenheit mit Wohnsituation
Bei den Antworten fällt eines speziell auf: Vor zehn Jahren gaben viele Menschen an, sie seien nach Basel gezogen, weil sie hier eine günstige Wohnung gefunden haben. Diesen Grund geben in der aktuellen Umfrage viel weniger Menschen an.
Grund dafür sind wohl der Wohnungsmangel und die daraus resultierenden hohen Mieten. Dies schlägt sich auch in der Befragung zum Wegzug nieder. Im Vergleich zu 2008 geben doppelt so viele Menschen an, sie sind weggezogen, weil sie mit der Wohnsituation unzufrieden sind. 2008 waren rund acht Prozent unzufrieden mit der Wohnsituation, 2018 waren es 16 Prozent. Das heisst, dass ihnen die Wohnung beispielsweise zu klein oder zu alt ist.
Der Hauptgrund für einen Wegzug ist - wie beim Zuzug - die Nähe zum Arbeitsplatz. Ebenfalls als Grund für einen Wegzug werden die vergleichsweise hohen Steuern in Basel-Stadt angegeben.