2013 hat sich für Implenia gelohnt

Der Baukonzern hat im letzten Jahr mehr Umsatz erwirtschaftet und die Profitabilität weiter gesteigert. Beim Tunnelbau allerdings blickte das Unternehmen in die Röhre.

Der Baukonzern Implenia hat 2013 seinen Reingewinn um 7,5 Prozent auf 82,6 Millionen Franken gesteigert.

Der Umsatz kletterte um 9,2 Prozent auf 3,06 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn (Ebit) verbesserte sich um 4,8 Prozent auf 115,6 Millionen Franken. Der Zuwachs ergebe sich jeweils etwa hälftig aus dem Geschäft im Schweizer Heimmarkt und den internationalen Tätigkeiten.

Damit fielen die Gewinnzahlen höher aus als erwartet. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Betriebsgewinn von 114,1 Millionen und einem Reingewinn von 77,8 Millionen Franken gerechnet. Beim Umsatz hatten die Experten 3,05 Milliarden vorhergesagt.

Tunnelgeschäft schaut in Röhre

Steigern konnte sich Implenia in allen Bereichen mit Ausnahme des Tunnelgeschäfts. Dort sind aus dem Neat-Bau Aufträge ausgelaufen. Zudem schaute der Baukonzern im Mittleren Osten in die Röhre, wo die Expansion ins Tunnelgeschäft fehlschlug. Der Ausstieg aus dem Geschäft bescherte Verluste.

Der Umsatz im Tunnelgeschäft sank um 12,2 Prozent auf 292,1 Millionen Franken. Jetzt setzt Implenia auf das Tunnelgeschäft in Deutschland und Österreich.

Gute Geschäfte in Norwegen

Am stärksten steigern konnte sich Implenia in Norwegen, wo der Konzern eine Reihe von Aufträgen gewann.

Baustelle von Implenia Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Implenia befürchtet nach der SVP-Initiative kurzfristig keine Auswirkungen auf den Bau- und Immobilienmarkt. Reuters

Auch im Schweizer Geschäft legte Implenia teils deutlich zu. Besonders gut arbeitete die Sparte Buildings, die komplexe Gebäude plant, den Bau koordiniert und vollständig durchführt. Sie konnte dem Umsatz um 17,9 Prozent auf 1,66 Milliarden Franken steigern.

Zuversicht für Zukunft

Die Auftragsbücher von Implenia sind nach eigenen Angaben gut gefüllt. Markttreiber seien der Wohnungsbau und die stabilen Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand. Die Gruppe befinde sich auf Kurs, das mittelfristige Betriebsgewinnziel von 140 bis 150 Millionen Franken zu erreichen.

Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative dürfte sich kurzfristig nicht auf den Bau- und Immobilienmarkt auswirken, erschwere jedoch die Planbarkeit. Die Auswirkungen würden von der konkreten Umsetzung der Initiative abhängen.