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Wirtschaft 9,7 Millionen Franken für Brady Dougan

Trotz einer Lohnsenkung wegen der Milliardenbusse im US-Steuerstreit verdiente CS-Chef Brady Dougan 2014 nur unwesentlich weniger als im Vorjahr. Insgesamt erhielt er 9,7 Millionen Franken und damit deutlich weniger als Sergio Ermotti, der CEO der UBS. Dieser strich 11,2 Millionen Franken ein.

Der gesamten 11-köpfigen Geschäftsleitung der Credit Suisse wurden für das vergangene Jahr 64,1 Millionen Franken ausbezahlt. Im Vorjahr erhielten die damals neun Mitglieder zusammen 64,8 Millionen.

Lohnsenkung wegen Milliarden-Busse

Portrait Brady Dougan
Legende: Es war sein letzter voller Lohn. Mitte Jahr tritt Brady Dougan als CS-Chef ab. Keystone

Im Mai 2014 hatten die USA Credit Suisse wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung zu einer Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar verdonnert. Daraufhin willigten das CS-Topmanagement und der Verwaltungsrat Mitte Februar in eine Kürzung ihrer Bezüge ein. Konkret sei die variable leistungsbezogene Vergütung der Mitglieder der Geschäftsleitung um 20 Prozent des Betrages, der ihnen sonst zugeteilt worden wäre, verringert worden. Dies aufgeteilt zwischen der Vergütung für 2013 und 2014, hiess es damals. Die variable Vergütung der Geschäftsleitung wurde nun um insgesamt 9 Millionen Franken gekürzt, geht aus dem Geschäftsbericht hervor.

UBS-Spitze verdiente mehr

CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner erhielt für 2014 noch 3,6 Millionen Franken, nach insgesamt 4,9 Millionen für das Vorjahr. Der gesamte Verwaltungsrat wurde 2014 mit 9,1 Millionen nach 12,0 Millionen im Vorjahr entschädigt. Die Reduktion der VR-Vergütung beträgt damit, wie Mitte Februar ebenfalls angekündigt, rund 25%.

Die Gesamtvergütungen der beiden CS-Top-Manager für 2014 liegt deutlich unter derjenigen der Konkurrentin UBS. UBS-Konzernchef Sergio Ermotti erhielt für 2014 insgesamt 11,2 Millionen und UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber wurde mit 5,9 Millionen Franken entschädigt.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von E. Röthlisberger, Gerolfingen
    Wir alle erwarten, dass Banken, Konzerne ... auf dem Wirtschaftsplatz Schweiz Umsätze und Gewinne steigern, damit die Wohlfahrtsstabilität der Bevölkerung stahlhart bleibt. Erfolgreiche Topmanager, die an Stelle vom Unternehmer eingesetzt werden, verdienen zu Recht den Unternehmerlohn, der zur Branche, Verantwwortung und Unternehmensgrösse passt. Wir alle, die Schweiz, profitieren davon. Für jeden gültig: Der Mensch ist kein Baum, wenn er am falschen Ort steht, kann er den Ort wechseln.
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  • Kommentar von Felix Müller, Bern
    Ach? Und ich dachte immer er macht's aus Idealismus.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Damit will man einen Mann ruhig stellen , er wird sich bis zum Lebensende, sein 5 - Stern Mittagsessen mit dem Taxi kommen lassen können . Den Rest schenkt er an die hungernden Kinder dieser Erde .
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