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Wirtschaft ABB steigt dick ins Solargeschäft ein

Die Schweizer Elektrokonzern kauft für gut eine Milliarde Dollar die US-Firma Power-One. ABB will mit dem Zukauf zu einem global führenden Anbieter von sogenannten Solarwechselrichtern werden. Ein Geschäft mit Risiko.

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Der Elektro-Konzern ABB schwimmt gegen den Strom
01:52 min, aus Rendez-vous vom 22.04.2013.
abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.

ABB übernimmt die an der US-Technologiebörse Nasdaq kotierte Photovoltaik-Firma Power-One für rund eine Milliarde Dollar. Wie ABB mitteilte, bietet der Konzern den Power-One-Eignern 6,35 Dollar pro Aktie. Der Verwaltungsrat von Power-One stimmte zu.

Power-One bietet Photovoltaik-Wechselrichter an. Das sind Geräte, welche die Gleichspannung aus Solarmodulen in Wechselspannung umwandeln und in das Stromversorgungsnetz einspeisen.

Wechselrichter: Geschäft mit Risiko

Nach ABB-Angaben ergänzt das Unternehmen damit das wachsende Wechselrichtergeschäft der Schweizer. Doch das Geschäft ist auch mit Risiken verbunden, wie ABB-Chef Joe Hogan gegenüber SRF zugibt. Niemand könne voraussagen, wie sich die Solarbranche entwickelt. «Doch es genügt ein Blick auf die Zahl der Solaranlagen, die in den kommenden Jahren installiert werden, um zu verstehen, dass die Nachfrage nach Wechselrichtern stark zunimmt.»

Ein ABB-Mitarbeiter an der Arbeit
Legende: Milliardenübernahme: Der Schweizer Elektrokonzern ABB baut sein Solargeschäft aus. Keystone/archiv

In Zahlen ausgedrückt heisst das: Dem globalen Markt wird ein Wachstumspotenzial von über 10 Prozent jährlich bis 2021 vorausgesagt.

Umsatz über 1 Milliarde Dollar

Die Übernahme ist als Fusion geplant. Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2013 abgeschlossen werden. Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen.

Power-One beschäftigt rund 3300 Personen vor allem in Italien, China, den USA und der Slowakei. Der Umsatz betrug 2012 rund 1 Milliarde Dollar, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 120 Millionen Dollar.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Hans Haller , Kölliken
    Hoffentlich ist dieser Zukauf nicht wieder mit Asbest bzw. oder einem ähnlich wirkendem Problem belastet. Meiner Meinung nach hätte die ABB eigentlich gewissermassen eher einen "eigenen Wechselrichter auf den Markt" bringen sollen. - Ich glaube, kein "Ami" trennt sich so einfach von einer lukrativen Firma, wenn da nicht irgendwo doch noch ein "Hund" darin begraben ist.