«Abenomics» hilft Japans Wirtschaft auf die Sprünge

Die Wirtschaft im Land der aufgehenden Sonne stagniert schon seit rund 15 Jahren. Doch nun tut sich einiges – Dank des beherzten Eingreifens von Ministerpräsident Shinzo Abe. Aber: Ist das mehr als nur ein Silberstreif am Horizont?

Ein Mann winkt aus dem Fenster eines Autos Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Premier gibt Gas: Japans Shinzo Abe scheint mit seinem Wirtschaftsprogramm erste Erfolge verbuchen zu können. Reuters

Seit gut einem Jahr ist Shinzo Abe Premierminister von Japan. Sein oberstes Ziel: die japanische Wirtschaft endlich wieder in Gang bringen. Dazu hat er die Geldschleusen der Notenbank weit öffnen lassen.

Zudem investiert er in grossem Umfang in die japanische Infrastruktur. Eine Politik, die gern als «Abenomics» bezeichnet wird und die international umstritten ist, weil dadurch der riesige japanische Schuldenberg noch grösser wird.

«Positives Zwischenzeugnis»

Die neuesten Konjunkturdaten deuten nun an, dass Abes Programm allmählich Wirkung zeigt. Die Ökonomin Cornelia Meyer hat lange in Japan gelebt und war als Beraterin der Regierung tätig. Sie beobachtet das Land noch immer genau und stellt Abe ein positives Zwischenzeugnis aus.

Ob sich diese erfreuliche Entwicklung im kommenden Jahr fortsetzen wird, dürfte sich ab April zeigen, sagt Meyer. Konsumieren werde teurer, das dürfte die Kauffreude der Japaner dämpfen und könnte so die zaghafte Erholung des Landes wieder bremsen.

Noch ist Shinzo Abe also nicht am Ziel mit seinem Revitalisierungsprogramm für sein Land – trotz Börsenboom und ermutigenden neusten Konjunkturdaten.

(SRF 4 News, 7.00 Uhr; halp/roso)