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Wirtschaft Airline-Experte wird Roche-Präsident

Der Lufthansa-CEO Christoph Franz soll neuer Verwaltungsratspräsident des Pharmakonzerns Roche werden. Die Lufthansa-Aktien verlieren nach Bekanntgabe der Nachricht an Wert.

Christoph Franz
Legende: Christoph Franz freut sich auf seine neue Aufgabe bei Roche. Keystone

Die Lufthansa-Aktien verlieren an Wert, nachdem öffentlich wurde, dass Christoph Franz für Franz Humers Posten als VR-Präsident bei Roche vorgeschlagen werde.

Spohr soll auf Franz folgen

Bei der Lufthansa soll Carsten Spohr der neue Chef werden. Dies berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» unter Berufung auf informierte Kreise. Der 45-Jahre alte Manager ist seit mehr als zwei Jahren für das Passagiergeschäft der Lufthansa verantwortlich und Mitglied des fünfköpfigen Konzernvorstandes.

Klar sei zudem, dass die Chef-Personalie auf der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch Thema werde, sagte ein Insider. Auf der Sitzung soll nach früheren Aussagen aus Branchen- und Unternehmenskreisen eine Riesenorder für neue Flugzeuge beschlossen werden.

Der noch VR-Präsident von Roche, Franz Humer, will im Frühjahr in Pension gehen. Der Pharmakonzern teilte mit, dass der 53-Jährige Christoph Franz am 4. März an der Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen werde. Lufthansa kündigte ihrerseits den Abgang von Franz an.

Vorfreude bei Franz

Franz erklärte in einer Roche-Mitteilung: «Roche ist strategisch bestens aufgestellt und ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung.»

Laut Lufthansa verlässt Christoph Franz die Fluggesellschaft zum Ende seines Vertrages. Sein aktueller Vertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2014. Der Chefwechsel kommt für die Lufthansa zu einem unpassenden Zeitpunkt. Die Airline befindet sich mitten in einem milliardenschweren Sparprogramm.

Franz ist Vater von fünf Kindern und lebt mit seiner Familie in der Schweiz. Er sitzt bereits seit 2011 im Verwaltungsrat von Roche. Im Sommer 2004 wurde er CEO der Swiss. Diese sanierte er erfolgreich. Anfang 2011 trat er das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa an und wurde Nachfolger von Wolfgang Mayrhuber.

8 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Herr Franz hat uns Schweizer/innen gezeigt, wie eine Fluggesellschaft gekonnt zu führen ist. Schweizerische Verwaltungsräte haben das nicht gekonnt und die Swissair in den Konkurs getrieben, weil alle keine Ahnung vom Fluggeschäft hatten. Herr Franz wird sich sicher auch als Roche-Verwaltungsratspräsident bewähren. Gelernt ist gelernt.
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  • Kommentar von T. Bischofberger, Brugg
    Viel Spass mit der Familie Oeri.........
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  • Kommentar von W. Busch, Europa
    Trotz des Hasses der Schweizer auf die Deutschen: Die Schweiz ist auf die Deutschen angewiesen, ob als Manager, Arzt oder Krankenschwester und als größter Handelspartner! (Die Schweizer müssten sonst Mercedes aus der Eigenproduktion fahren) Darüber sollte die Schweizer Bevölkerung einmal intensiv nachdenken, bevor sie ständig die Deutschen in den Foren mit Hass überschüttet!! (geht das durch die Zensur?)
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    1. Antwort von elize naude, Europa
      @ w.busch, europa ihre verallgemeinerung das schweizer deutschen hassen spricht von sehr wenig bis kein sozialkompetenz :-( mit solch "überschüttete" äusserungen gehören sie zum diejenige die lieber einmal "intensiv nachdenken müssen, bevor sie ständig den foren mit solchen haltlosen verallgemeinerungen überschütten"... sie tragen nichts zur eine positiver klima bei... in gegenteil gebe grund das einige ch-er so reagieren wie sie behaupten!
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    2. Antwort von Dieter Wundrak, Europa
      Muss denn immer wieder uns aufgezeigt werden der Neid unter Menschen. Ein Deutscher wie ein Schweizer können ein nützliches Mitglied einer Gesellschaft sein, egal, ob in Deutschland oder in der Schweiz. Ich bin auch einmal ein Deutscher gewesen, jetzt ein Schweizer, lebe schon über 45 Jahre in der Schweiz. Und dies zum Schluss, bin gerne ein Schweizer, verleugne jedoch nicht, dass ich einmal ein Deutscher gewesen bin, ja sogar ein Sudetendeutscher.
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    3. Antwort von Albert Planta, Europa
      Sich gegenseitig zu beschimpfen bringt nichts. Die Wirtschaft ist stark von der BRD abhängig. Es gibt auch viele Schweizer deutscher Abstammung. Sogar der Blocher ist deutscher Abstammung.
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    4. Antwort von Resi Weber, Europa
      @W. Busch. Wenn sich die Deutschen von den Schweizern so gehasst fühlen, frage ich mich: warum kommen denn so viele Deutsche in die CH? Inzwischen sind sie auch in der Westschweiz angekommen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei den nächsten Wahlen betr. Zuwanderung mancher CH-zer Ihrem Ratschlag "intensiv nachzudenken" folgen könnte.
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    5. Antwort von Jorge Stein, Europa
      Ein französischer Gast meinte, in Bezug auf die massive deutsche Präsenz in CH, ähnlich sei es wahrscheinlich im Paris der Occupation gewesen. Auch dort fühlten sich die Deutschen verdammt wohl; beliebt aber waren sie nicht. Franzosen, die wirtschaftlich performen wollten, mussten sich mit ihnen arrangieren. Später nannte man diese Collaborateure. Auch hier gibt es diese Spezies, der es gleich ist, wenn vieles, was die Schweiz bisher lebenswert machte, so verloren geht.
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