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Wirtschaft Athen reduziert Haushaltsdefizit drastisch

Griechenland hat sein Haushaltsdefizit 2012 drastisch verringert. Das Defizit fiel von 22,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf 15,7 Milliarden Euro. Damit hat das Land seine Verpflichtungen gegenüber den internationalen Geldgebern erfüllt.

Griechische und EU-Fahnen.
Legende: Fortschritte im Euro-Krisenstaat Griechenland: Das Haushaltsdefizit konnte um 30 Prozent verringert werden. Keystone

Griechenland hat sein Haushaltsdefizit auf 8,1 Prozent der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandprodukt, BIP) gesenkt. Die Regierung und die internationalen Geldgeber hatten sich als Ziel 16,3 Milliarden Euro (8,4 Prozent der Wirtschaftsleistung) gesetzt. 2011 waren es nach Angaben von Eurostat noch 9,4 Prozent. Zielmarke ist die Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozen.

«Griechenland hat seine Ziele erreicht», sagte der stellvertretende Finanzminister Christos Staikouras in Athen nach Bekanntgabe der Zahlen. Es gebe jedoch keinen Grund zum Jubeln, erklärte er weiter.

Athen hofft, mit dem neuen Sparprogramm Ende 2013 erstmals primären Überschuss – ohne die Zinslast für die Schulden – im Jahresdurchschnitt zu erzielen. Das primäre Defizit lag 2012 bei 3,7 Milliarden Euro (1,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts).

Auch hier wurde das Ziel des Sparprogramms übertroffen. Ursprünglich rechnete man mit 4,6 Milliarden Euro beim primären Defizit. In den letzten Monaten des Jahres 2012 hatte es sogar einen kleinen primären Überschuss gegeben.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Ohne Zinszahlungen wäre der Haushalt also praktisch ausgeglichen. Den Griechen wird extrem viel Leid zugefügt, um sie zu zwingen, die Zinsen zu zahlen. Natürlich sind sie auch Schuld an der Überschuldung. Aber die Kreditgeber haben ebenfalls ihre Sorgfaltspflicht verletzt. Jetzt werden die Kosten der Schuldenorgie einseitig nach unten gereicht, während einige Kreditgeber und Spekulanten unglaubliche Gewinne einfahren (siehe "Griechenlandhilfe - Rede von Sahra Wagenknecht").
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