Ausländische Firmen schätzen die Euro-Mindestgrenze

Die Schweiz bleibt für ausländische Unternehmen attraktiv. Der Investitionseinbruch scheint zeitlich begrenzt.

Euro und Franken auf einer Waage. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seit dem Eingriff der SNB ist die Attraktivität wieder höher. Keystone

Der Taucher bei den ausländischen Direktinvestitionen dürfte nach Einschätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y) vorübergehend sein. Im Jahr 2012 sei die Zahl der Direktinvestitionen aus dem Ausland in der Schweiz um 38 Prozent gesunken, stellte E&Y fest.

Damit gehöre die Schweiz zusammen mit Schweden, Rumänien und Italien zu den grössten Verlierern. 2012 gab es noch 61 ausländische Investitionsprojekte in der Schweiz. Das sei der tiefste Stand seit acht Jahren. Damit wurden nur noch 1155 Arbeitsplätze durch ausländische Investoren geschaffen.
 
Allerdings hätten Investitionen immer eine Vorlaufzeit von eineinhalb Jahren, so E&Y. Damit fielen die Entscheide, welche für den starken Rückgang ausländischer Investitionsprojekte verantwortlich seien, in die Zeit der starken Aufwertung des Schweizer Frankens 2010 bis 2011.
 
Die Euro-Mindestgrenze der Nationalbank 2011 habe sich als wirksam erwiesen. Dies zeige sich an der Entwicklung der Exporte und der Planungssicherheit, die seither zugenommen haben.