Aussenhandel stockt im dritten Quartal

Die Schweiz verbucht im dritten Quartal einen Handelsbilanzüberschuss von gut sechs Milliarden Franken. Die Zunahme der Exporte erfolgte aber nur dank einem zusätzlichen Arbeitstag.

Im dritten Quartal 2013 haben die Exporte der Schweiz leicht zugelegt, die Importe dagegen sanken. Namentlich der Warenverkehr mit Europa schwächelte in beiden Richtungen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte. Insbesondere der Handel mit den USA florierte.

Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 6,9 Milliarden Franken. Exportiert wurde im Quartal für 49,9 Milliarden Franken, was verglichen mit dem Vorquartal saisonbereinigt einem Plus von 1,3 Prozent entspricht. In den drei Vorquartalen war der Handelsbilanzüberschuss jeweils rückläufig.

Bekleidungs- und Schuhindustrie müssen kämpfen

In den ersten neun Monaten beliefen sich die Ausfuhren aus der Schweiz auf 150,1 Milliarden Franken. Dabei erzielten sieben der neun bedeutendsten Exportbranchen im Berichtsquartal ein Umsatzplus. Mit zehn Prozent wuchsen die Ausfuhren von Nahrungs- und Genussmitteln im Vergleich mit dem Vorjahresquartal am stärksten. Besonders der Verkauf von Kaffee und Tabakfabrikaten legte zu.

Toblerone-Tafeln auf einem Fliessband. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie legt bei den Exporten um zehn Prozent zu. Reuters

Die Kunststoffindustrie steigerte die Ausfuhren um sieben Prozent, die Maschinen- und Elektroindustrie sowie die Uhrenindustrie um vier Prozent. Um drei Prozent expandierten die Lieferungen von Präzisionsinstrumenten, um zwei Prozent jene der chemischen und der Pharmaindustrie

Die Papier- und Grafische Industrie sowie die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie kämpften weiterhin mit Rückgängen.

Importe vor allem wegen Strom im Minus

Die Importe gingen im dritten Quartal auf 43 Milliarden Franken zurück, saisonbereinigt zeigte sich aber ein schwaches Plus von 0,3 Prozent zum Vorquartal. Gemäss der Oberzolldirektion kam der seit dem Vorjahr beobachtete negative Trend fast zum Stillstand.

Die insgesamt gesunkenen Einfuhren rühren ausschliesslich von den um 25 Prozent gesunkenen Importen von Energieträgern und vor allem von Strom. Die Bezüge vom Rohstoffen und Halbfabrikaten stagnierten, der Konsumgüterimport wuchs um einen Prozent, wobei die Nahrungsmitteleinfuhr um 13 Prozent stieg.