Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweizer Schokoladen-Gigant Barry Callebaut wächst munter weiter

Verschiedene Schokolade-Produkte
Legende: Der weltgrösste Kakao- und Schokoladenproduzent Barry Callebaut beliefert grosse Nahrungsmittelkonzerne und Schokoladen-Hersteller mit Schokolade- und Kakaoprodukten. Keystone
  • Der Schweizer Kakao- und Schokoladen-Hersteller Barry Callebaut hat die Verkaufsmenge im ersten Geschäftshalbjahr 2016/2017 zwar nur moderat gesteigert, aber klar mehr verdient.
  • Einer Zunahme um 1,4 Prozent bei den Verkäufen steht ein Reingewinn-Zuwachs um fast ein Drittel auf 142 Millionen Franken gegenüber.
  • Der Umsatz wuchs in den ersten sechs Monaten um 3,3 Prozent auf 3,5 Milliarden Franken.

Barry Callebaut konnte vor allem die Produktion für andere Schokoladenhersteller weiter ausbauen. Namentlich die Integration der von Mondelez International übernommenen Fabrik im belgischen Halle habe einen positiven Beitrag zum Wachstum gebracht, sagte Barry Callebaut-Chef Antoine de Saint-Affrique vor den Medien.

Tatsächlich hat der Schokoladenhersteller in diesem Geschäft das Volumen um 3,5 Prozent auf 728'800 Tonnen gesteigert, wobei vor allem die Gourmet- und Spezialitätenprodukte boomten. In dieser Produktgruppe hat Barry Callebaut die Volumen um fast 15 Prozent auf 117'090 Tonnen erhöht.

Spezielle Schokoladen sind gefragt

Das ist kein Zufall, wie Saint-Affrique erklärte. Denn die Nachfrage verschiebe sich seit einiger Zeit weg von der traditionellen Schokoladetafel hin zu Schokoladespezialitäten. So steige der Anteil der Schokolade, die zum Beispiel keine Milch oder keinen Zucker enthielten.

Barry Callebaut gehe dabei nicht nur mit dieser Entwicklung mit, sondern gestalte sie aktiv, indem der Konzern allein oder zusammen mit den Schokoladenmarken neue Produkte entwickle. So hat der Konzern zum Beispiel hitzebeständigere Schokolade für Länder mit heissem Klima entwickelt.

Barry Callebaut hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2025 will der Konzern alle Kakaoprodukte nachhaltig produzieren. Das heisst, bis dann sollen Kakaoanbau- und -produktion den CO2 Ausstoss und den Landverbrauch deutlich reduzieren sowie frei von Kinderarbeit sein.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Osterhasen mit Nachgeschmack-Unfairer Kakao-Anbau. Die Familien an der Elfenbeinküste müssten vier Mal mehr verdienen, als sie es heute tun, um die Armutsgrenze von zwei Dollar pro Tag und Person zu erreichen.Die Bauernfamilien, die den Kakao für unsere Osterhasen und Schokolade produzieren, werden ausgebeutet. Kinderarbeit auch angesagt. Barry Callebaut und andere Kakaoproduzenten wachsen munter weiter auf Kosten der Armen. Die Gier nach Geld ist überall.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Das niedrige Einkommen der Kakaobauern führt zu Verletzungen von Menschensrechten auf den Kakaofarmen.Eine unerfreuliche Folge davon ist leider auch, dass Kinder unter ausbeuterischen oder gefährlichen Bedingungen auf den Kakaoplantagen arbeiten. Alleine in der Elfenbeinküste und Ghana, die hauptsächlich für den europäischen Schokoladenmarkt produzieren, arbeiten etwa zwei Millionen Kinder, Hunderttausende von ihnen unter Bedingungen, die zu den schlimmsten Formen von Kinderarbeit zählen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Ressourcen-Ausbeutung und damit auch Existenz-Zersttörung von Mio von Menschen und Tieren, aus reinem Egoismus und skrupelloser Gewinnsucht!! Regierungen - Politik - Schweiz??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen