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Börsenbilanz Halbjahr 2026 Top und Flop an der Börse – die Zwischenbilanz zum Halbjahr

Es war ein Halbjahr mit etlichen Turbulenzen – politisch und wirtschaftlich. Trotzdem legt die Börse zu. Die Bilanz.

Neuer Rekord: An der Schweizer Börse machen Aktionärinnen und Aktionäre im ersten Halbjahr einen Gewinn von rund 170 Milliarden Franken. Das ist der Buchwert sämtlicher Schweizer Aktien, der so stark zugenommen hat. Ein Rekord folgt dem nächsten, so auch diese Woche. Der Swiss Market Index SMI ist auf den höchsten Stand der Geschichte geklettert – ein Plus von rund sieben Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn. Aktionärinnen und Aktionäre profitieren, sowie auch Pensionskassen und AHV. Wenn die Kurse wieder sinken, dann relativiert sich der Erfolg.

Vorübergehender Einbruch von 12 Prozent: Dass zur Mitte des Jahres so üppige Gewinne resultieren, erstaunt, das war so nicht zu erwarten: Denn mit dem Beginn des Krieges im Iran ging ein Beben durch die Finanzmärkte. Vorübergehend brach der SMI im März um 12 Prozent ein, doch seither wurden die Verluste mehr als wettgemacht. Der befürchtete Flächenbrand im Nahen Osten ist ausgeblieben. Die Aktienkurse steigen, weil es den grossen Firmen nach wie vor gut geht – sie machen satte Gewinne.

Aussergewöhnliche Spannweite: Die Firmen haben das erste Halbjahr unterschiedlich gemeistert. ABB ist der grösste Gewinner und profitiert vom Boom rund um die künstliche Intelligenz. Das Unternehmen liefert Komponenten für Datencenter und Teile für die Steuerung der Elektrizität. Novartis wiederum macht mit den Medikamenten grosse Gewinne und Kühne und Nagel verdient mehr Geld dank höherer Frachtraten. Am Ende des Spektrums steht Partners Group. Der Vermögensverwalter steht unter Druck, Investoren haben Geld abgezogen, die Aktie verliert ein Drittel des Wertes.

Nasdaq plus 11 Prozent: Das wichtigste und prägendste Thema an den Finanzmärkten ist die künstliche Intelligenz. Firmen, die technische Komponenten liefern, werden mit Aufträgen überhäuft. Davon profitieren die US-Techunternehmen. Der US-Chiphersteller Nvidia konnte die Position als wertvollstes börsenkotiertes Unternehmen der Welt verteidigen und kommt aktuell auf einen Börsenwert von 4718 Milliarden Dollar. Auch Alphabet und Apple sind an der Börse wertvoller als 4000 Milliarden.

Ungarn als grosser Gewinner: Im europäischen Vergleich steht die Börse von Budapest ganz oben, der ungarische Aktienindex macht umgerechnet in Euro seit Jahresbeginn einen Sprung von 37 Prozent nach oben, nicht nur die Aktien, sondern auch die Währung Forint ist gefragt. Nach der Abwahl des langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orban gibt es im Land eine neue Dynamik und einen Aufschwung am Finanzmarkt. Das Ende der Ära Orban bedeutet eine Annäherung des Landes an die EU und damit auch die Freigabe von blockierten Geldern in der Höhe von etlichen Milliarden Euro. Die Investoren hoffen auf eine liberalere und transparentere Wirtschaftspolitik.

Deutschland hinkt nach: Im Gegensatz zu Ungarn tritt die deutsche Wirtschaft derzeit eher auf der Stelle, vor allem die deutsche Autoindustrie hat einen schweren Stand. Dies zeigt sich auch an der Börse. Der deutsche Aktienindex DAX liegt im laufenden Jahr mit knapp zwei Prozent im Plus, also etwas weniger als andere Börsenplätze.

Island als grösster Verlierer: Die grössten Verluste im europäischen Vergleich gibt es in Island, wo der Aktienindex um sieben Prozent abtaucht. Verschiedene isländische Firmen haben derzeit Mühe, vor allem Unternehmen aus der biopharmazeutischen Chemie erleiden Rückschläge in der Entwicklung neuer Mittel.

SRF 4 News, 30.6.2026, 16:10 Uhr;liea

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