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Wirtschaft Britischer Parlaments-Ausschuss knöpft sich UBS vor

In London sind Topmanager der UBS vor einem Untersuchungs-Ausschuss angetreten und haben Besserung gelobt. Grund für die Anhörung ist der Libor-Skandal, wegen dem die Schweizer Grossbank unlängst eine Milliardenbusse bezahlen musste.

Legende: Video «Einschätzungen von Peter Balzli in London» abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.01.2013.

Die UBS sei nach dem Libor-Skandal immer noch daran, die Überreste des Libor-Skandals aufzuräumen. Das sagte Andrea Orcel, Chef des UBS-Investmentbank, vor einem Ausschuss britischer Parlamentarier in London.

Wir sind sind sehr darauf konzentriert, die Ehre und das Ansehen wieder aufzubauen.

Im Dezember erhielt die Schweizer Grossbank eine Busse von 1,5 Millionen Dollar aufgebrummt. UBS-Mitarbeiter hatten – gemeinsam mit Angestellten anderer Bankhäuser – den Libor zu ihren Gunsten manipuliert. Die Manipulationen fanden zwischen 2006 und 2009 statt.

«Wir sind sehr darauf konzentriert, die Ehre und das Ansehen wieder aufzubauen, die unsere Organisation in der Vergangenheit hatte», sagte Orcel. «Ich bin überzeugt, dass wir damit schon viel erreicht haben. Ich bin aber auch überzeugt, dass weiterer Fortschritt nötig ist.»

Die UBS habe inzwischen 18 der 40 Angestellten entlassen, die am Libor-Skandal beteiligt waren. Von den restlichen Mitarbeitern haben die meisten ihren Platz bei der Bank schon vorher geräumt, sagte Orcel.

Orcel selbst steht der UBS-Investmentbank erst seit November letzten Jahres vor. Für die Probleme seiner Abteilung machte er deren mehrjährige Expansion verantwortlich. «Es gibt sicherlich Punkte in unserer Unternehmenskultur, die nicht gut sind. Wir sind derzeit daran, diese auszumerzen.»

Am Donnerstag muss Marcel Rohner, ehemaliger Chef der UBS, dem Ausschuss Red und Antwort stehen. Zusammen mit Rohner werden drei ehemalige Chefs der UBS-Investmentbank befragt.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Bernhard Hählen, Konolfingen
    Gehen wir einmal davon aus, dass das Management die Wahrheit sagt und dass sie nichts gewusst haben von diesen Machenschaften der Mitarbeiter; weshalb verdienen dann die Manager so viel, wenn sie das eigene Geschäft nicht einmal im Griff haben?
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