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Wirtschaft Brüssel prüft Zementhochzeit

Der EU-Wettbewerbskommissar kündigt eine Abklärung der Fusion zwischen den Zementherstellern Holcim und Lafarge an. Das kann mehrere Monate dauern.

Zementsäcke mit der Aufschrift Holcim
Legende: Holcim und Lafarge kommen zusammen auf einen Umsatz von rund 39 Milliarden Franken. Keystone

Die EU-Kommission wird die geplante Fusion zwischen dem Schweizer Zementkonzern Holcim und dem französischen Konkurrenten Lafarge genau unter die Lupe nehmen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia kündigte an, den Zusammenschluss der beiden Firmen eingehend zu prüfen.

«Die beiden Konzerne haben uns vorige Woche über ihre Pläne informiert», sagte Almunia. «Nun werden wir mehr Informationen erhalten, denn der Fall sollte natürlich auf unserer Ebene analysiert werden.» Angesichts der Grösse und Marktstellung der Firmen werde die Prüfung sehr genau ausfallen. Die Untersuchung der Brüsseler Behörde kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Verkauf von Geschäftszweigen geplant

Holcim und Lafarge hatten am Montag angekündigt, bis Mitte 2015 zu fusionieren. Zusammen kommen die beiden Unternehmen auf einen Umsatz von rund 39 Milliarden Franken.

Angesichts von Überlappungen wollen die Firmen aber Geschäfte mit einem Umsatz von insgesamt rund fünf Milliarden Euro verkaufen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Wie bitte? Hat die EU WIRKLICH keine anderen Probleme zu lösen, als sich ständig, ja sogar in nicht-staatliche Angelegenheiten einzumischen? Was ist eigentlich noch machbar, ohne dass die EU sich einmischt? Was ist falsch an der Zenenthochzeit?
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    1. Antwort von Rudi Rappoldswiller, Zürich
      Sehr geehrte Frau Zelger, an der Zementhochzeit ist falsch, dass sie der Schweiz Erfolg und Ansehen bringt. Und die EU wird versuchen, diese Hochzeit zu verhindern. Wieso hat die EU allerdings das Recht, da mitzureden? Kann mir das jemand sagen?
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    2. Antwort von Peter Meier, Zürich
      Ehm... Hier geht es um Wettbewerbsfragen. Genau das Gleiche macht die Schweiz bei Fusionen auch, weil man die Entstehung von Monopolen verhindern will. Das kommt uns Bürgern zu Gute! Dass die EU so etwas auch kontrolliert zeigt nur, dass auch da einiges besser funktioniert als es uns gewisse Leute weismachen wollen.
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    3. Antwort von B. Küng, Biel
      Zelger, wieder mal eine Gelegenheit gefunden um gegen die EU zu zetern? Wie Peter Meier richtig darlegt, dienen solche Prüfungen dazu, Kartelle, Monopole und Preisabsprachen zu verhindern. Dies kommt den Konsumenten zugute, auch jenen in der Schweiz.
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