Calida leidet unter der Terrorangst

Calida bekommt in Frankreich die Folgen der Terroranschläge zu spüren. Der französische Markt sei kräftig geschrumpft in den letzten Monaten, sagt Konzernchef Reiner Pichler zu «SRF Börse». Die Angst halte die Leute vom Kleider-Kauf ab.

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SRF Börse vom 27.07.2016

2:22 min, aus SRF Börse vom 27.7.2016

Der Kleiderhersteller Calida kann auf ein gutes erstes Halbjahr zurückblicken: Der Umsatz ist gestiegen und der Reingewinn konnte gar verfünfacht werden. Die Aussichten sind jedoch weniger rosig. Die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten würden die Konsumentenstimmung trüben, sagt Konzernchef Reiner Pichler zu «SRF Börse».

Hauptmarkt Frankreich besonders betroffen

Nachdem Calida in der Vergangenheit verschiedene französische Unternehmen aufgekauft hat, ist Frankreich zum Hauptmarkt der Caldia Gruppe geworden. Vor allem die zugekauften Marken Oxbow und Aubade erzielen einen Grossteil ihrer Verkäufe in Frankreich. Auf das gesamte Unternehmen gesehen erzielt Calida 40 Prozent des Umsatzes in Frankreich.

Doch gerade dort sei die Situation nicht einfach im Moment. Die Terrorangst schlägt sich bereits in den Verkaufszahlen nieder:

«  Der französische Markt ist kräftig geschrumpft in den letzten Monaten, weil die Leute Angst haben, in die Geschäfte zu gehen »

Reiner Pichler
Konzernchef Calida

Anspruchsvolles zweites Halbjahr

Schlechte Konsumentenstimmung in Frankreich

1:32 min, vom 27.7.2016

Reiner Pichler geht denn auch von einem schwierigen zweiten Halbjahr aus. Zur schlechten Konsumentenstimmung käme noch der Austritt von Grossbritannien aus der EU hinzu.

Die konkreten Auswirkungen des Brexits könne er jedoch im Moment noch nicht beurteilen. Gewiss ist aber, dass das Marktumfeld weiterhin schwierig bleibt.