Calida verfünffacht Gewinn

Das Schweizer Textilunternehmen Calida legt gute Zahlen vor und verfünffacht im ersten Halbjahr seinen Reingewinn. Auch der Umsatz steigt. Die Erwartungen sind damit mehr als erfüllt. Doch der Ausblick ist weniger rosig.

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Bildlegende: Calida Gute Zahlen – verhaltener Ausblick Keystone

Es sind schwierige Zeiten für das Schweizer Traditionsunternehmen Calida. Die Textilbranche steht unter enormem Kostendruck, und der starke Franken erschwert das Geschäft zusätzlich.

Umso erfreulicher die Halbjahreszahlen: Calida hat mehr Umsatz und deutlich mehr Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz betrug 178,9 Millionen Franken, das sind 6,4 Prozent mehr als 2015, der Reingewinn verfünffachte sich auf 3,5 Millionen Franken.

Calida: Trotz Gewinn unsichere Zukunft

2:58 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 27.07.2016

Im letzten Jahr hatte der starke Franken das Geschäft erschwert. Im ersten Halbjahr 2015 lag der Reingewinn noch bei 0,7 Millionen Franken. Auch im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit Schwierigkeiten. Das Lager sei voll, schreibt Calida, und die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten seien gross.

Calida rechnet deshalb nicht damit, diese guten Zahlen bis Ende Jahr halten zu können. Der Jahresgewinn werde unter dem des Vorjahres liegen. Calida müsse in die Marken und das gesamte Unternehmen investieren, begründet die Firma ihre Prognose. Das kostet.

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Bildlegende: Abgesetzt Calida-Geschäftsführer Felix Sulzberger, April 2016 Keystone

Bis im April war Felix Sulzberger Geschäftsführer von Calida – Sulzberger verfolgte eine aggressive Wachstumsstrategie.

Damit war Verwaltungsratspräsident Thomas Lustenberger nicht einverstanden, er liess Sulzberger nach 16 Jahren im Amt absetzen. Für den neuen Chef Reiner Pichler stünden weitere Zukäufe nicht im Vordergrund, teilte Calida am Mittwoch weiter mit.