Chrysler wehrt sich gegen millionenfachen Jeep-Rückruf

Der Autobauer Chrysler legt sich mit der US-amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde an. Die verlangt einen Rückruf wegen einer angeblichen Feuergefahr. Chrysler sagt, die Wagen seien sicher.

Aufgereihte Jeeps. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Chrysler erklärte, die Behörde habe in ihrer Analyse eine Reihe von Fehlern begangen. Keystone

Chrysler stellt sich bei einem von der US-Verkehrssicherheitsbehörde geforderten Rückruf quer. Geht es nach den staatlichen Aufsehern von der NHTSA, müsste der Autobauer 2,7 Millionen Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty zurückrufen. Die Behörde sieht bei einem rückwärtigen Auffahrunfall eine Feuergefahr vom Tank ausgehen.
 
Die kritisierten Geländewagen-Typen der 90er und 2000er Jahre gehörten zu den sichersten Fahrzeugen ihrer Zeit, versicherte der zum italienischen Fiat-Konzern gehörende Hersteller. «Das Unternehmen bürgt für die Qualität seiner Fahrzeuge», erklärte Konzernchef Sergio Marchionne. Chryslers Standpunkt in der Sache sei eindeutig. Man beabsichtige nicht, die Wagen zurückzurufen.
 
Dass sich ein Hersteller derart gegen die NHTSA stellt, ist eher selten. Spätestens seit dem millionenfachen Rückruf von Toyota wegen klemmender Gaspedale fürchten die Firmen einen Imageschaden. Ein Rückruf der 2,7 Millionen Jeeps würde allerdings erhebliche Kosten verursachen.