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Wirtschaft CS-Aktionäre sagen Ja zu Managerlöhnen

Die Aktionäre der Credit Suisse (CS) haben bei der Generalversammlung dem Vergütungsbericht ihrer Bank mehrheitlich zugestimmt. Konzernchef Brady Dougan erhält eine Gesamtvergütung von 7,8 Millionen Franken. Die umstrittene Kapitalerhöhung wurde ebenfalls durchgewinkt.

Porträt Dougan
Legende: Die CS-Aktionäre nicken auch seinen Manager-Bonus ab: Konzernchef Brady Dougan Keystone

Die grossen Aktionäre der Credit Suisse (CS) stärken der Bankführung den Rücken. An der Generalversammlung stimmten 87,98 Prozent der anwesenden Stimmen für den Vergütungsbericht. Zudem gaben sie dem Verwaltungsrat freie Hand bei der Entlöhung von Mitarbeitern in Form von Aktien.

Der CS-Vergütungsbericht sieht für Konzernchef Brady Dougan eine Gesamtvergütung von 7,8 Millionen Franken teils in bar und teils als leistungsabhängige Boni vor und teilt der der ganzen 13-köpfigen Geschäftsleitung 74,1 Millionen Franken zu.

Die Schweizer Anlagestiftung Ethos hatte den Bericht zur Ablehnung empfohlen. Am Rednerpult wurde Konzernchef Brady Dougan als «Abzocker» bezeichnet.

Im Zusammenhang mit der Mitarbeiterentschädigung gabe es Kritik wegen einer Kapitalerhöhung, um Aktien für Mitarbeitervergütungen zu schaffen. Einige Aktionäre hatten Bedenken, dass die geplante Ausgabe von 27,3 Millionen Aktien den Dividendenanspruch oder die Stimmkraft des gegenwärtigen Aktionariats schwächen könnte.

Laut Verwaltungsratspräsident Urs Rohner dient die Massnahme aber auch dazu, die Kapitalbasis der Bank zu schonen. Dem Antrag der Bank folgten schliesslich 75,26 Prozent der Stimmen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Das ist doch "afig en Altä", dass man zuerst meckert und dann doch zustimmt. Das ist typische GV Kultur. Am Schluss wird dann obendrauf der Chefetage wie üblich die Décharge erteilt.
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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    1:12 wird dieses Problem lösen, dann kann dieser Zocker in einem anderen Land die Bank verzocken und eine andere Bevölkerung kann für diese guten Leute den Mist ausbaden. Das gute an unserer Demokratie ist, dass wir unsere neoliberale Politik welche sich in einer morallosen Marktpolitik "sulät" die Flügel stutzen können. Was mich ūberrascht, dass es immer noch Kunden und Mitarbeiter gibt welche sich fūr solche Firmen den Rūcken krumm machen und zuviel fūr die Produkte zahlen..
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  • Kommentar von Sascha Freitag, Ermatingen
    Dafür muss Herr Dougan, falls er Familie hat, sich dauernd um diese Sorgen machen, dass jemand entführt, oder gar ermordet wird. Es gibt ja nebst den neidischen auch noch die bösen Menschen. Des weiteren steht er unter Dauerbeobachtung der Öffentlichkeit, muss Anzug tragen, sich täglich rasieren etc. Das ist dann trotz des vielen Geldes ein ziemliches armseliges und für viele Menschen nicht zufriedenstellendes Leben.
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