Darum ist der US-Leitzins «Bad News» für die Schweiz

Die US-Notenbank FED belässt ihren Leitzins auf einem Band von 0,25 bis 0,5 Prozent. Für die Schweizer Exportindustrie ist das keine gute Nachricht.

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Bildlegende: Steigen die Zinsen in den USA nicht, wird auch die Europäische Zentralbank ihren Zins nicht erhöhen. Keystone

Mit ihrem Nullentscheid will die amerikanische Notenbank verhindern, den zarten Aufschwung in der US-Wirtschaft mit höheren Zinsen für Kredite wieder abzuwürgen. Beobachter erklären, vor den US-Präsidentschaftswahlen sei ohnehin mit keiner Zinserhöhung zu rechnen. Das könnte als Einmischung in den Wahlkampf verstanden werden.

Die FED erklärte auch, dass sich auf kurze Sicht das Risiko für die US-Wirtschaft verringert habe. Das gilt als Fingerzeig, dass die Notenbank die Tür für eine Erhöhung noch in diesem Jahr offen lässt. Analysten meinen, es könnte im Dezember so weit sein.

Schlechte Nachricht für die Schweiz

Für die Schweiz ist der Nullentscheid keine gute Nachricht. Denn steigen die Zinsen in den USA nicht, wird auch die Europäische Zentralbank ihren ebenfalls Zins nicht erhöhen.

Anleger dürften ihre Investitionen in Schweizer Franken daher behalten, was dessen Wert hoch hält. Die Schweizer Export- und Tourismusindustrie sehnen sich freilich nach nichts anderem als einem tieferen Frankenkurs, um wettbewerbsfähiger zu werden.