Das grosse Wachstum bei den Uhrenexporten ist vorbei

In den letzten Jahren gab es bei den Uhrenexporten nur eine Richtung: Aufwärts. Im ersten Halbjahr 2013 sieht es anders aus. Die Zahlen stagnieren – wenngleich auf hohem Niveau.

Uhrenexporte brechen weiter ein

1:29 min, aus HeuteMorgen vom 18.07.2013

In den letzten Jahren erreichten die Schweizer Uhrenexporte Rekordmarke um Rekordmarke. Dieses Wachstum hat sich im ersten Halbjahr 2013 deutlich abgeschwächt.Für die ersten sechs Monate beliefen sich die Ausfuhren auf 10,2 Milliarden Franken. Das entspricht einem nominalen Anstieg von 0,8% Prozent.

Für den Monat Juni resultierte ein Minus nominal 3,1% auf 1,85 Milliarden, verglichen mit dem Vorjahr. Dennoch spricht der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie von einem positiven Trend. Das Jahr 2013 habe bisher die Erwartungen erfüllt. Es sei eine Konsolidierung auf hohem Niveau zu beobachten.

Im ersten Halbjahr kamen insbesondere die Exporte nach Fernost deutlich von den hohen Niveaus des Vorjahres zurück – also in den Märkten, auf denen die Hoffnungen der Uhrenindustrie ruhten. Gut bis sehr gut lief es dagegen in den europäischen Märkten.

Bei den Preiskategorien sind unterschiedliche Entwicklungen auszumachen: So ging die Stückzahl von Uhren mit einem Exportpreis von 'weniger als 200 Franken' um 12,9% zurück, während das Segment '200 bis 500 Franken' seinen deutlichen Aufwärtstrend fortsetzte.

Uhrenexporte im Vergleich (1. Halbjahr)

Exporte in Mio. Fr.Vergleich zum Vorjahr (%)
Hong Kong1,934.9-11.1
USA1,085.8+1.1
China677.7-18.7
Deutschland607.9+12.9
Italien576.6+7.6
Frankreich555.8-9.7
Singapur525.9-2.6
Japan523.2+3.7
Vereinigte Arabische Emirate482.9+19.4
Vereinigtes Königreich433.8+28.4
Südkorea237.7+5.6
Taiwan218.1-4.1
Spanien199.9+19.0
Saudi-Arabien182.8+13.0
Thailand132.2-2.0