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Wirtschaft Dauerbaustelle Nationalbank: Erneut dickes Minus eingefahren

Schock für Kantone und den Bund: Eine milliardenschwere Ausschüttung durch die SNB wird es 2015 vermutlich nicht geben.

Der starke Franken drückt die Schweizerische Nationalbank (SNB) in die tiefroten Zahlen. Nach 30 Milliarden Franken Verlust im ersten Quartal werden es im zweiten Quartal erneut 20 Milliarden Franken sein. Die Kantone gehen gemäss einer Prognose der UBS wahrscheinlich leer aus.

Alle relevanten Wechselkurse, der Goldpreis und die Kurse von Aktien und Anleihen entwickeln sich für die SNB unvorteilhaft, schreibt die UBS in einer Studie. Nur Dividenden und Zinserträge leisten einen positiven Beitrag. Das Eigenkapital wird weiter schrumpfen und die Eigenkapitalquote fallen.

Gemäss der UBS wird eine Ausschüttung an die Kantone und den Bund sogar unwahrscheinlich. Quartalsergebnisse können aber jeweils stark schwanken, denn sie sind überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig.

Im vergangenen Jahr hat die SNB einen Rekordgewinn von 38,3 Milliarden verbucht. Sie hat 2 Milliarden davon an Bund und Kantone ausgeschüttet. 2013 hatte die SNB zum ersten Mal seit 1907 keine Gewinnausschüttung vorgenommen.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Reinhard Hartmann, Lissabon
    Es ist gut, dass sich die SNB weitgehend dem Einfluss der Politiker entziehen kann. Die EZB (EUR) kann das nicht. Das Resultat ist selbst für den Laien ersichtlich. Wenn Politiker in die Wirtschaft eingreifen, geht es schief, denn Politiker brauchen Wählerstimmen nicht wirtschaftlichen Erfolg, höchsten für den eigenen Sack.
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  • Kommentar von Peter P. Odermatt, Pfäffikon SZ
    Alles nur das Resultat der (falschen) Stützung des EURO's. Die SNB kaufte ständig EURO auf um den Franken zu schwächen - und nun zerbröckelt der Kurs des EURO, d.h. es wird ständig Verluste geben.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Reisserischer Titel, - abgrundschlechter Artikel! Was soll das? Eben erst konnte ich SRF bezüglich des Interviews mit Herrn Verheugen loben und nun wieder so etwas! SRF ist nicht der Blick. Und für so einen Wisch muss ich Billag bezahlen...????
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