Defekte Airbags: Regierung macht US-Autoindustrie Beine

Tödliche Airbags machen der Autobranche zu schaffen. Nach einem Entscheid der US-Behörden müssen fünf Hersteller Millionen von Autos zurückrufen. Dabei handelt es sich um BMW, Ford, Mazda, Honda und Chrysler.

Ein neugebautes Auto. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zurück in die Werkstatt: BMW, Ford, Mazda, Honda und Chrysler müssen über die Bücher. Keystone

Fünf grosse Autohersteller müssen ihren Rückruf wegen möglichen Airbag-Probleme in den USA ausweiten. Der Airbag-Hersteller Takata sowie BMW, Ford, Mazda, Honda und Chrysler seien aufgefordert worden, ihre Autos landesweit zurückzurufen, teilte die US-Behörde für Fahrzeugsicherheit (NHTSA) mit.

Bislang hatten die Unternehmen den Rückruf auf bestimmte US-Regionen beschränkt. Dabei ging es um insgesamt etwa 4,1 Millionen Fahrzeuge. Da es aber jüngst auch einen Airbag-Vorfall in einer bis dahin nicht von dem Rückruf abgedeckten Gegend gegeben habe, müssten die Hersteller nun landesweit vorgehen, erklärte die Behörde.

Bereits fünf Tote

Wie viele Autos deshalb zusätzlich in die Werkstätten müssen, liess die NHTSA offen. Bei den Fahrzeugen können Airbags auch ohne Aufprall platzen und umherfliegende Metallteile Insassen verletzen. Bislang sind dabei den Angaben zufolge fünf Menschen getötet worden.