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Wirtschaft Der europäische Automarkt wird «amerikanisiert»

Der Automarkt in der EU serbelt. Seit mehr als anderthalb Jahren gehen die Neuzulassungen stetig zurück. Doch nicht allen Marken geht es zur Zeit schlecht. Für einige Automarken könnte die Luft dünn werden, sagt er Experte.

Zwischen Januar und März 2013 wurden dem europäischen Branchenverband Acea zufolge in der EU knapp drei Millionen Neuwagen verkauft. Das sind fast 10 Prozent weniger als im ersten Quartal 2012.

Einziger Lichtblick für die Autobauer war zuletzt Grossbritannien; hier stiegen die Neuzulassungen im März um 5,9 Prozent auf fast 395'000. In den anderen grossen Märkten – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien – wurden hingegen jeweils zweistellige Absatzrückgänge verbucht. In Deutschland etwa fielen die Verkaufszahlen um 17,1 Prozent auf gut 280'000 Wagen.

Experte: Einzelne Marken könnten verschwinden

Ein Geländewagen in Fahrt.
Legende: Geländewagen: Trotz der Krise verkaufen sich grosse Autos wieder besser. Keystone/Archiv

Ferdinand Dudenhöffer ist Automobilexperte und Professor an der Fachhochschule Gelsenkirchen in Deutschland. Er sagt im Gespräch mit Radio SRF, dass er mit weiteren Werkschliessungen rechne. Peugeot, Renault, Fiat, Opel, Ford hätten bereits Schliessungen angekündigt oder durchgeführt. «Es ist im Automobilmarkt nicht auszuschliessen, dass einzelne Marken ganz verschwinden», sagt Dudenhöffer.

Zulegen konnten in den ersten drei Monaten 2013 die Marken Jaguar, Honda und Landrover. «Jaguar und Honda waren im letzten Jahr furchtbar schlecht, und sie erholen sich jetzt leicht», so Dudenhöffer weiter.

Landrover sei ein Spezialfall, denn der SUV-Markt boome. «Die Amerikanisierung des europäischen Autogeschmacks ist der Grund, warum Landrover so gut läuft.»

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