Der Glanz des Goldes reizt nicht mehr so stark

Von wegen «sichere Werte»: Die Preise für Gold und Silber sind im Sinkflug. Am Montag notierten beide Edelmetalle so tief wie schon lange nicht mehr.

Viele Anleger hatten in der Finanzkrise die Flucht in das Gold als sicheren Hafen angetreten und sich eingedeckt. Die jahrelange Rally ist nun nach Ansicht von Analysten erst einmal vorbei.

Als weitere Gründe für den Preisverfall nennen Ökonomen die unterschiedlichsten Gründe, angefangen von geringeren Inflationsrisiken bis zur Beruhigung der Euro-Schuldenkrise. Aber auch die neue Attraktivität der Aktien dank steigender Gewinne der Unternehmen spiele eine Rolle.

Kurvenverlauf Gold. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lange ging es nur aufwärts – das ist beim Gold nun vorerst vorbei. Swissquote

Doch den wesentlichen Ausschlag dürfte einmal mehr der Herdentrieb der Finanzmärkte gegeben haben. Akteure wie Goldman Sachs, Sociét Générale, Citigroup oder Bank of America hatten zuletzt deutliche Verkaufssignale geliefert und damit die Richtung vorgegeben. Grossinvestoren zogen massiv Mittel aus dem weltgrössten Goldfonds SPDR Gold Trust ab. Das Volumen erreichte den niedrigsten Wert seit fast drei Jahren.

Auch Silber auf Talfahrt

Auch andere Notierungen von Edelmetallen, Metallen und weiteren Rohstoffen fielen. So ging der Silber-Preis zusammen mit dem Gold auf Talfahrt. Er sackte unter 24 Dollar je Feinunze. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2010.

Auch die Rohölpreise fielen am Montag weiter. US-Rohöl und Rohöl aus der Nordsee kosteten so wenig wie seit Monaten nicht mehr.