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Florierende Konjunktur Der Job-Motor in den USA läuft rund

235'000 neue Stellen im Februar und eine sinkende Arbeitslosenquote. Der US-Arbeitsmarkt brummt.

Legende: Video De facto Vollbeschäftigung in den USA abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 11.03.2017.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im Februar wurden in den USA 235'00 neue Stellen geschaffen.
  • In der Baubranche wurden so viele Jobs geschaffen wie seit zehn Jahren nicht mehr.
  • Die Arbeitslosenquote sank auf 4,7 Prozent, was de facto Vollbeschäftigung bedeutet.
  • Die US-Notenbank Fed signalisierte eine Zinserhöhung.

Der Boom am US-Arbeitsmarkt hält an. Private Unternehmen und der Staat schufen im Februar insgesamt 235'000 Stellen, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das sind weit mehr Jobs als erwartet.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 190'000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Vor allem auf dem Bau, bei privaten Bildungsträgern, in der Industrie und im Gesundheitsbereich habe die Nachfrage nach Arbeitskräften angezogen. Begünstigt von der milden Witterung entstanden allein in der Baubranche insgesamt 58'000 neue Stellen und damit so viele wie seit fast zehn Jahren nicht mehr.

Donald Trump.
Legende: Donald Trump kann sich über die neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt freuen. Reuters

Praktisch Vollbeschäftigung

Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank um einen Tick auf 4,7 Prozent. Das ist ein Minus von 0,2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit herrscht de facto Vollbeschäftigung – das erklärte Ziel der US-Notenbank Fed.

Sie hat für Mitte nächster Woche eine Zinserhöhung signalisiert. Es wäre bereits die zweite Zinserhöhung innerhalb weniger Monate. Seit der Anhebung im Dezember liegt der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld in einer Spanne zwischen 0,5 und 0,75 Prozent.

Ein Bauarbeiter auf einer Baustelle in Los Angeles.
Legende: Insbesondere die US-Baubranche floriert. Reuters

Neue Jobs zu schaffen ist eines der wichtigsten Versprechen von US-Präsident Donald Trump. Er versprach, der «grösste Job-produzierende Präsident» seines Landes zu werden, «den Gott je geschaffen hat». Mit Steuersenkungen und Investitionen will er die florierende Konjunktur noch stärker ankurbeln. Tatsächlich trug auch der Staat im Februar zum Boom bei: Es entstanden 8000 Stellen.

SRF-Börsenkorrespondent Jens Korte gibt zu bedenken: «Ein Grund für den guten Arbeitsmarkt war ungewöhnlich warmes Wetter im Februar – und dafür kann die neue Regierung nichts.» Einige Ökonomen würden allerdings sagen, die Stimmung bei den Unternehmen habe sich seit der Präsidentschaftswahl gebessert. «Aber eigentlich ist das noch der Arbeitsmarkt von Barack Obama», sagt Korte.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Benjamin Knie (Beno)
    Der grosse Boom vor dem grossen Crash. Wie war es vor der Finanzkrise erinnert Ihr euch?? Genau das gleiche wird wieder folgen, weil Wachstum und Konsumsucht, ist Tür und Tor das System wieder zusammenfliegen zu lassen. Wachstum gibt es nicht mehr und die Konsumsucht des Kapitals muss abgeschafft werden. Die Billionäre müssten entmachtet und das gestohlene Geld sollte wieder auf die Staaten verteilt werden, weil Billionen kann kein Mensch im Leben verdienen. Raub der Staats und Privatkassen!!
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Im Gegensatz zur USA -laufen bei uns in der Schweiz Arbeitslose junge Akademiker mit guten Abschlüssen herum - die sich bei der RAV mit Weiterbildungskursen beschäftigen müssen - kein Witz ! So läuft es bei uns :-)
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    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Seit Beginn der Erhebung von international vergleichbaren Erwebslosenzahlen in 1991 war die Schweiz nie über 5.1% in den neusten Zahlen von Ende Jahres sind wir bei 4.3%, in der Deutschschweiz sogar nur 3.5%
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    2. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Es ist eine Schande dass ca. 80 000 Leute die Schweiz Jährlich verlassen oder teilweise aus eben den oben angeführten Gründen verlassen müssen, dann aber oft 80 000 weniger qualifizierte Leute aus fremden Ländern eintauschen . Das nenne ich einen schlechten Deal und Selbstmord -Ökonomie ! Das hat mit Arbeitslosenstatistik NULL zu tun !
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    3. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      @Kaiser: Wenn 80'000 die CH jährlich verlassen, sind das 1 % der Gesamtbevölkerung. Manche dieser Auswanderer suchen Chancen, weil sie hier eingeschränkt sind oder sonst ein Hindernis besteht. Teilweise kann man dort Projekte verwirklichen, die in der CH mit dem selben Aufwand nie gingen oder schlicht der Platz fehlt.. Denken Sie an Kanada & Australien & Neuseeland. Dort lassen sich großflächige Träume mit viel Fleiss umsetzen. Diese Leute sind aber auch Botschafter der CH., schon immer.
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    4. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      @Kaiser: Der Kontakt mit der CH reisst meistens nicht ab, gerade heutzutage mit den Medien. Es können so durrchaus gemeinsame Projekte oder Austausch zum beiderseitigen Nutzen entstehen. Dass in der CH ein gewisser Zuzug von "Fremden" existiert, hat der CH bisher genutzt. Denken Siie nur an die Kultur vieler Gastarbeiter. Ohne sie wäre die CH "ärmer". Das selbe könnte ich mir mittellfristig von Asiaten & Afrikanern vorstellen, wenn Zuzug geregelt ist. Jede Firma hat eine Fluktuation, jede.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Genau so hat Trump es angekündigt und er wird die USA in einen neuen Wirtschaftsboom führen - was sagen nun die missgünstigen Kritiker hier im Lande die immer nur den Obama heilig gesprochen haben ? Nun schweigen sie, weil ihnen das Pulver aus gegangen ist . Ja, den Neid muss man sich wahrlich erarbeiten , die Häme kommt kostenlos von allen Jenen die selbst nicht zu Stande bringen wie unbrauchbares Gekläffe .
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Erlauben Sie mir die Korinthenkackerei "Hochmut kommt vor dem Fall". - DT ist daran, in Windeseile das selbe System wieder zu installieren, das zur letzten Finanzkrise geführt hat: Ein System, das vorwiegend Geld aus Geld macht und keinen realen Gegenwert produziert. Mit der angekündigten Steuerentlastung der hohen Einkommen würde er dieses sogar noch dynamisieren. An die Stelle der Ramsch-Immobilienpapiere wird vermutlich das Wetten auf negative Entwicklungen zu stehen kommen.
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