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Wirtschaft Der mirakulöse Ölpreis

Krise im Irak, Krieg im Gazastreifen, Syrien und der Ukraine: Die Welt hält den Atem an – Richtig! Die Ölpreise steigen – Falsch! Denn anders als bei früheren Konflikten reagiert der Markt nicht mit Hamsterkäufen. Im Gegenteil: Die Preise sind gefallen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Ölpumpe auf einem Ölfeld in Bahrein.
Legende: Von wegen, Krise und der Ölpreis schiesst nach oben. Aktuell fällt der Preis. Doch wie lange noch? Keystone

Gab es früher irgendwo auf der Welt eine grössere Krise, war die Reaktion des Ölmarktes darauf klar: Die Preise schossen nach oben. Viele Händler kauften Rohöl auf Vorrat. Doch diesmal ist alles anders. Denn es gibt genug Öl auf dem Weltmarkt – die Internationale Energiebehörde spricht sogar von einer Ölschwemme.

Als wichtiger Grund dafür gilt die steigende Ölförderung in den USA, Kanada und auch Libyen. Zudem sei die Nachfrage auf dem Weltmarkt schwach, sagt Roland Bilang, Geschäftsführer der Erdölvereinigung.

«Die globale Wirtschaft wächst nicht so schnell wie man das erwarten konnte. Das heisst: Die Nachfrage ist eher gedämpft, das Angebot sicher. Das führt zu diesen relativ tiefen Rohölpreisen.» Es sei jetzt interessant zu sehen, wie die OPEC, also die Organisation erdölexportierender Länder, sich verhalten werde, so Bilang.

Die Förderländer wie Saudi-Arabien und Kuweit hätten ein Interesse daran, den Preis zu stabilisieren. Das heisst im Klartext: Sie dürften notfalls die Produktion senken und damit verhindern, dass das Fass Rohöl auch längerfristig unter die 100- Dollar-Marke sinkt.

Allzu viel Zeit dürfen sie sich damit aber nicht mehr lassen. Denn heute sank der Preis pro Barrel erneut um über ein Prozent und liegt aktuell bei knapp 99 Dollar.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Hager, Rapperswil
    Immer diese Hysterie mit den Benzinpreisen. Der Preis könnte doppelt so teuer sein und es wäre immer noch der günstigste Preisfaktor bei einem Fahrzeug. Versicherung, Steuern, Reparaturen, Reifen etc. gehen viel mehr ins Geld. 1.80 für ein Liter Benzin ist lächerlich, wenn man die Teuerung der letzten 40 Jahre berücksichtigt. So gesehen ist das Benzin sogar einiges billiger geworden.
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    1. Antwort von Ch. Gerber, Basel
      @Thomas Hager. Sie haben überhaupt nichts verstanden und Ihre Milchbubenrechnung geht nicht auf, sonst hätten wir einiges mehr Lohn. Die Benzinpreise sind zum einen Künstlich hoch, zum anderen sind die Benzinsteuern alles andere als Nachvollziehbar... Bitte informieren Sie sich mal ordendlich, es ist peinlich....
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    2. Antwort von Olivier TODESCO, Wädenswil
      Hallo so geht das nicht! Man muss sich mal einen Longtime- Chart des US-Dollar ansehen, wenn die Leitwährung nicht so in den Keller gefallen wäre, dann würde dann der Benzinpreis um einiges höher ausfallen. Zur Information, der US-Dollar war mal nicht bei 90 Rappen, sondern über Fr. 1.50 und wenn man noch weiter zurückschauen würde bekäme Herr Hager grosse Augen und würde nur noch Velo fahren. Oder fördert man in Rapperswil-Jona neuerdings Rohoel!
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Oelschwemme? Wieso sind den die Preise immer noch viel zu hoch an den Zapfsaeulen? Richtig, Geldmachen, die OPEC und unsere Regierung mit Ihren Oel- und Bezinsteuer kassieren Kraeftig. In der Privat Wirtschaft ist dies bereits schwerk Kriminell, doch beim Staat und der OPEC sieht man grosszuegig weg, man verdient ja schliesslich auch verdammt viel Geld mit den Geschaeft...
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  • Kommentar von michael fischbacher, nidau
    Was wirklich interessant sein wird zu sehen, ist die Tatsache dass sich für den Endverbraucher (FüBü) an den Zapfsäulen, preismässig nichts von all dem spürbar sein wird!
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