Der Plan B des Alain Berset

Es bringe volle Transparenz, kommentiert Bundesrat Alain Berset sein Paket, mit dem er die Altersvorsorge zu reformieren gedenkt. Das stimmt ihn zuversichtlich, das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen – bei allem politischen Gegenwind.

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Bundesrat Alain Berset über seine Reform

0:56 min, vom 24.11.2014

Sein Paket zur Reform der Altersvorsorge sei mehrheitsfähig, ist Bundesrat Alain Berset überzeugt. Es gebe kein Szenario für ein mögliches Scheitern. Auf die Frage, welches der Plan B sei, sagt er in «ECO»: «Das hier ist der Plan B.»

Das Schweizer Stimmvolk habe mehrmals deutlich gezeigt, dass ein radikaler Systemwechsel oder eine Anhebung des Pensionsalters auf 67 keine Chance hätten. «Man muss einfach sehen, wie die Realität auf der Strasse ist», so Alain Berset.

«Ich freue mich auf diese Debatte»

Der Bundesrat sei mit dem vorliegenden Paket «sehr mutig», aber es sei absichtlich «gerade nicht revolutionär». «Wir wollen wirklich eine Reform, die funktioniert, die eine Mehrheit bekommt bis am Ende – das heisst: mit der ganzen Bevölkerung.» Theoretische und ideologische Gedankenspiele brächten den Prozess nicht weiter.

Ebenso wenig die Erwartung, dass nun ein einfacher Weg vor ihm läge. «Es ist klar, dass die Debatten heftig werden», sagt Alain Berset. «Es ist auch völlig normal, das gehört dazu. Ich freue mich auf diese Debatte.»

Den Rücken dürfte ihm auch eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage stärken, die das gfs.bern im Auftrag von Pro Senectute durchgeführt hat. Ihr zufolge zeigen sich derzeit 62 Prozent der Stimmberechtigten sehr oder eher einverstanden mit den Plänen des Bundesrats.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Hickhack um die Altersvorsorge: Alain Berset im Studio

    Aus ECO vom 24.11.2014

    Politiker von links bis rechts zerzausen Bundesrat Alain Bersets Vorschläge zur Reform der ersten und zweiten Säule. Wieder droht eine dringend nötige Reform zu scheitern. Es lohnt sich ein Blick nach Schweden: Dort ist ein System etabliert, das etwa die Höhe der Renten an die wirtschaftliche und demografische Realität koppelt – und so dem Einfluss von Politikern weitgehend entzieht. Im «ECO»-Studio: Bundesrat Alain Berset.