Zum Inhalt springen

Header

Wohnüberbauung in Zürich
Legende: Wohnüberbauung in Zürich: Zurückhaltende Käufer und ein grösseres Angebot bremsen den Preisanstieg bei Immobilien. Keystone
Inhalt

Wirtschaft Der Schweizer Immobilienmarkt entspannt sich

Die Zinserhöhung der US-Notenbank ändert nichts daran: Das Zinsniveau bleibt tief. Insbesondere in der Schweiz, wo die Nationalbank vor einem Jahr Negativzinsen einführte. Trotzdem hat sich die Lage auf dem Immobilienmarkt beruhigt. Von einer gefährlichen Blase ist kaum mehr die Rede.

Als die Zinsen vor rund vier Jahren erstmals auf praktisch Null sanken, war die Aufregung gross: Die eigenen vier Wände rückten für viele Menschen in greifbare Nähe. Der Ansturm auf Häuser und Eigentumswohnungen war enorm – auch, weil niemand sicher war, wie lange die Phase der billigen Hypotheken dauern würde.

Kritische Käufer, grösseres Angebot

Heute ist klar: Sie dauert noch geraume Zeit. Potenzielle Hauskäufer seien deshalb kritischer geworden, beobachtet Claudio Saputelli, Immobilien-Experte bei der UBS. «Heute nehmen sie sich viel mehr Zeit und schauen viel genauer auf den Preis.» Auch kauften sie nicht das erstbeste Objekt, so Saputelli. «Den Käufern ist bewusst, dass die Zinsen noch länger tief sind. Also achten sie auch genauer darauf, was sie kaufen.» Hinzu kommt: Dank einer regen Bautätigkeit ist auch das Angebot grösser geworden.

Beides – zurückhaltendere Käufer und ein grösseres Angebot – hat den Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt gebremst. In einzelnen Regionen sind die Preise sogar gefallen.

Zudem sind nicht nur die Bankkunden vorsichtiger geworden, sondern auch viele Banken. «Viele achten mehr auf die Qualität der Hypothekarkredite und weniger auf das Volumen», sagt UBS-Experte Saputelli.

Für eine Entwarnung ist es noch zu früh

Die Hypothekar-Zinsen steigen wieder. Die meisten Banken verlangen für eine zehnjährige Festhypothek mehr als anderthalb Prozent Zins, nachdem dieser Satz zeitweise unter ein Prozent gefallen war. Allerdings: Auch anderthalb Prozent Zins sind extrem wenig. Deshalb mahnt die Nationalbank weiterhin zur Vorsicht. Für eine Entwarnung auf dem Immobilienmarkt ist es also noch zu früh – trotz Zeichen einer Entspannung.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
    Der Markt entspannt sich nur für Käufer. Viele in der Euphorie schnell hochgezogene simple MFH (siehe Bild) bleiben zumindest teilweise leer. Damit fehlen nun Platz und Angebote auf der Seite der Mietwohnungen. Genossenschaften, die günstigen Mietwohnraum schaffen wollten, hatten bei der zurückliegenden Preisrallye keine Chance; dieser Umstand wird sich in den nächsten Jahren deutlich rächen.
  • Kommentar von E. Wagner  (E. Wagner)
    Auf dem Bild sieht das aus wie moderne Kaninchenstähle. Viel Verlust von Wärme. Nein Danke für mich nichts.
    1. Antwort von W. Ineichen  (win)
      Das SIND Kaninchenställe.