Die Ferien auf Mallorca werden teurer

Nun ist es Tatsache: Die Nacht auf der Ferieninsel Mallorca kostet nun bis zu zwei Euro mehr. Die Regionalregierung der Balearen führt die umstrittene Touristensteuer ein.

Jugendliche auf dem Strand mit Sangria-Töpfen und Deuschland-Fahnen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ferien auf Mallorca werden teurer. Keystone / Archiv

Auf Mallorca ist die umstrittene Touristensteuer in Kraft getreten. Die Besucher der beliebten spanischen Ferieninsel müssen ab sofort pro Person und Nacht bis zu zwei Euro zahlen. Zusätzlich werden zehn Prozent Mehrwertsteuer erhoben.

Die Einführung der neuen Abgabe war vom Parlament der Balearen in Palma de Mallorca im Frühjahr beschlossen worden. Die Steuer gilt für alle Baleareninseln.

Der Verband der Hoteliers auf Mallorca (FEHM) klagt, die Massnahme werde der Wettbewerbsfähigkeit der Balearen schaden.

Je nach Art der Herberge werden pro Person und Nacht zwischen 0,50 und 2,00 Euro fällig. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind von der Abgabe befreit.

Auch Passagiere von Kreuzfahrtschiffen müssen die Kreditkarte oder das Portemonnaie zücken. Theoretisch müssen auch Touristen blechen, die Privat-Wohnungen oder -häuser mieten. Die meisten dieser Immobilien sind allerdings nicht als Ferienunterkunft angemeldet.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Umweltbilanz der Individualtouristen

    Aus 10vor10 vom 9.8.2013

    Mallorca ist eine beliebte Urlaubsdestination für Millionen von Touristen jedes Jahr. Doch nebst dem berüchtigten Ballermann bietet die Insel auch abgelegene Naturerlebnisse. Ein Forscher hat nun die Ökobilanzen von Ballermann- und Individualtouristen verglichen. Das überraschende Resultat: Der Ballermann-Tourist reist schlussendlich ökologischer als der Individualtourist, der die Natur sucht.