Zum Inhalt springen

ILO-Report zu globalen Löhnen Die Lohnschere öffnet sich weiter

Legende: Audio Rascher Anstieg in Entwicklungsländern gebremst. abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
00:57 min, aus HeuteMorgen vom 16.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Durchschnittslöhne sind 2015 laut ILO um 1,7 Prozent gestiegen.
  • Es sei der tiefste Anstieg seit vier Jahren.
  • In China legten die Löhne mit sieben Prozent am stärksten zu.
  • Die Schweiz bewegt sich im Mittelfeld.
  • In Brasilien, Russland und der Ukraine sind die Reallöhne zurückgegangen.

Vor allem in den aufstrebenden Ländern hat sich das Wachstum der durchschnittlichen Löhne im letzten Jahr stark abgeschwächt, wie der Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zeigt.

Löhne in drei Ländern gesunken

In Brasilien, Russland und der Ukraine sind die Reallöhne letztes Jahr gar zurückgegangen. Die Inflation in diesen Ländern ist hoch, die geringen Lohnerhöhungen können das nicht ausgleichen. Die ILO warnt: Wenn die Leute weniger verdienten, würden sie auch weniger konsumieren, was wiederum schlecht für das Wirtschaftswachstum sei.

Stärkster Anstieg in China

In China, wo die Löhne nach wie vor am stärksten zulegen, stieg der Durchschnittslohn noch um sieben Prozent. Vor ein paar Jahren betrug das Wachstum elf Prozent. Auch in den Industrieländern wuchsen die Löhne überdurchschnittlich, allen voran in Deutschland und den USA. Die Schweiz bewegt sich im Mittelfeld.

Europas Frauen immer noch im Nachteil

Neben den Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern macht die Studie auf weitere Ungleichheiten aufmerksam: Männer in Europa verdienen immer noch 20 Prozent mehr als Frauen. Wer in einer Firma zu den Top-Verdienern gehört, konnte sich laut ILO über eine deutlich grössere Lohnerhöhung freuen als Normal- oder Wenig-Verdiener.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Ich finde es einen Skandal, dass sich die Lohnschere weiter öffnet. Dies lässt die soziale Ungerechtigkeit immer grösser werden, die ein hauptsächlicher Nährboden für Gewalt und Krieg im Kleinen wie im Grossen bildet. Die Steuerlasten sind ebenso nicht gerecht verteilt. Z.B. die Pauschalsteuer in der Schweiz ist immer noch vielerorts in Kraft. Dies ist ein Beweis dafür, dass die neoliberale Wirtschaft sozial gesehen weitgehend versagt hat.Hier gehören ethische Grundregeln für die Wirtschaft hin.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      @ U.von Känel: Wem sagen Sie das, denjenigen die es nicht hören wollen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Viele kaufen sich nur noch Haferflocken -Hafer war früher den Pferden vorbehalten . Die Milliardäre und Multimillionäre proben schon mal den Aufstand - solange der Büezer weiter sich um seinen gerechten Lohn betrügen lässt , k. ihnen kein Dr. und Psychologe helfen, einzig sein eigener Mut kann ihm helfen Abstimmungen in seinen Sack zu organisieren und am Wahltag auch für sich zu entscheiden - oder er nimmt sein Tel. und sagt einmal cool -ab heute arbeite ich nur auf Rechnung . Schöne Weihnacht !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      M.Kaiser: Früher wo ich gearbeitet habe, wenn der Lohn nicht spätestens am 5. des folgenden Monats auf dem Konto war ( Einschreibebrief ) ab sofort keine Arbeit mehr oder der Lohn auf dem Konto.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    «Männer in Europa ...» Wo genau? In Skandinavien und der Schweiz sicher nicht. In Russland, Ukraine, Serbien?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen