Die Schweiz beschäftigt mehr Personen denn je

Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz ist im zweiten Quartal auf einen neuen Rekordwert gestiegen: Insgesamt gingen rund 5 Millionen Personen einer Arbeit nach. Für den Anstieg sorgten Frauen und ausländische Arbeitskräfte. Trotzdem: Es gibt auch mehr Arbeitslose.

Zwei Mitarbeiterinnen in der Produktionshalle der Stadler Rail Group in Bussnang (TG). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Besonders viele Frauen stiegen neu in den Arbeitsmarkt ein. Keystone

Es gibt in der Schweiz mehr Stellen. Davon haben insbesondere Frauen und Ausländer profitiert. Sie sind hauptverantwortlich für den Anstieg um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – auf 4,82 Millionen Erwerbstätige im zweiten Quartal dieses Jahres. Dies zeigt die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die Zahl der erwerbstätigen Frauen stieg um 2 Prozent, diejenige der Männer nur um 0,7 Prozent. Die Zahl ausländischer Arbeitskräfte nahm um 3 Prozent zu und damit deutlich stärker als jene der schweizerischen Erwerbstätigen. Deren Anzahl stieg bloss um 0,6 Prozent. Insgesamt standen 1,4 Millionen ausländische Arbeitskräfte 3,4 Millionen schweizerischen Erwerbstätigen gegenüber.

Deutlich mehr Arbeitslose

Eine deutliche Zunahme fand jedoch nicht nur bei den Arbeitstätigen statt, sondern auch bei den Arbeitslosen. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren 193'000 Personen erwerbslos. Das sind 22'000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Erwerbslosenanteil gemäss ILO stieg damit von 3,7 Prozent im Vorjahr auf 4,2 Prozent.

In der Europäischen Union ist die Erwerbslosenquote im letzten Jahr ebenfalls angestiegen. Sie lag im zweiten Quartal bei 10,9 Prozent, während es im Vorjahr noch 10,3 Prozent waren.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Schweizer Arbeitsmarkt auf Rekordmarke

    Aus Tagesschau vom 30.9.2013

    Die jüngste Statistik zum Arbeitsmarkt zeigt: Noch nie waren in der Schweiz so viele Personen erwerbstätig wie im zweiten Quartal dieses Jahres. So gingen 4,82 Millionen Menschen einer Arbeit nach.