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Wirtschaft Die Schweiz ist ein Eldorado für Tabakkonzerne

Im letzten Jahr haben die hier ansässigen Tabakmultis Zigaretten im Wert von 522 Millionen Franken exportiert. Das ist in etwa die Grössenordnung des Exports von Käse. Dabei profitieren die Konzerne von einem speziellen Standortvorteil.

Zigarettenproduktion.
Legende: Der Export von Zigaretten leidet kaum unter der Frankenstärke. Keystone

Uhren, Schokolade und Käse, dafür ist die Schweiz im Ausland bekannt. Dass die Schweiz in Europa zu den wichtigsten Produktionsstandorten für Zigaretten zählt, ist kaum bekannt.

Rigorose Werbeverbote und Regulierungen machen den Tabakmultis zwar das Leben schwer, dennoch blüht das Geschäft mit den Glimmstängeln. Die Tabakkonzerne exportieren heute noch gleich viele Zigaretten wie vor zehn Jahren. Doch hatten sie damals damit «nur» 380 Millionen Franken eingenommen. Heute sind es bereits gut 520 Millionen.

Japan Tobacco, Philip Morris und British American Tobacco – all die grossen Tabakkonzerne produzieren in der Schweiz im grossen Stil. Nur ein geringer Teil der Produktion ist für den Heimmarkt bestimmt. Gut 30 Milliarden Stück verliessen im letzten Jahr die Schweiz, das sind rund 80 Prozent der Produktion. Hauptabnehmer sind Länder des Nahen- und Mittleren Ostens.

Tabakfreundliche Gesetzgebung

Hubert Erni, Direktor der Zigaretten-Fabrik von Japan Tobacco International in Dagmarsellen erklärt den Standortvorteil so: «Es gibt Produkte, die dürfen in der EU nicht mehr hergestellt werden, das ist bestimmt ein Wettbewerbsvorteil für die Schweiz.»

In der Schweiz ist die Produktion von Zigaretten die mehr als 10 Milligramm Teer, 1 Milligramm Nikotin und 10 Milligramm Kohlenmonoxid enthalten erlaubt. Zwar ist es verboten diese Art von Zigaretten in der Schweiz zu verkaufen, doch in der umliegenden EU, dürfen sie nicht einmal hergestellt werden.

Das kommt den Tabakkonzernen entgegen. Es lohnt sich für die Unternehmen im Hochlohnland Schweiz ein Produkt herzustellen, das keine hochqualifizierten Fachkräfte benötigt. Bei Japan Tobacco beispielsweise arbeiten 200 Angestellte in der Zigarettenherstellung, bei Philip Morris sind es gar 600.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Ochsner (Hans Ochsner)
    Ist ja offensichtlich, dass die Schweiz ein ganz ganz schlimmes Land ist! Solche Schweinereien gäbe es in keinem anderen Land der Welt! Oder täusche ich mich da?? Schön, dass SRF immer noch ein wenig auf dem eigenen Land herum hackt!! Am Ast sägen auf dem man sitzt ist eine ausgesprochen intelligente Idee!
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    1. Antwort von Franz Huber (R.)
      Das Römische Reich lässt grüssen. Das sich auch von innen heraus zerstört hat. Wo man vor lauter Schöngeisterei, gepaart mit gutgemeinter Hilfe und allgemeiner Verweich(b)lichung den Blick fürs Wesentliche verloren hat. Wird bei der momentanen Geschwindigkeit einfach viel weniger lang dauern als bei den alten Römern. Quo Vadis Europa
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Im Römischen Reich wurde bekanntlich nicht geraucht. Ja, genau, dorthin müssen wir wieder gehen. Die SVP soll doch eine Initiative gegen das Rauchen starten!
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Die Schweiz hofiert alle die Geld in die Kassen spülen, legal oder illegal.- Unter dem Motto "Geld stinkt nicht " Das hat seit der Einführung des Bankgeheimnis Tradition und ist zugegebenermaßen eine heilige Kuh- wehe jeman wagt seine Stimme dagegen zu erheben.
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  • Kommentar von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
    Kapitalismus funktioniert so: Wir nehmen ihnen ein wenig Geld durch den Konsum und richtig viel Geld durch die Medikamente die die Schaden des Konsums heilen werden :-) Das Geschäft mit der Gesundheit ist nach dem Geschäft mit dem Krieg das eine mit den meisten Profiten :-) Der 1% der Mega Reichen essen nur organisch und trinken nur 100% sauberes Wasser weil wir der Rest von 99% den Abfall der uns schädigt einnehmen dürfen :-) Pharma baut Wolken Kratzer mit Profiten so gut sind die Einnahmen :-)
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    1. Antwort von Franz Huber (R.)
      Sie könnten sich sicher auch organisches Essen leisten, wenn sie möchten. Und sauberes Wasser kann sich eh jeder Leisten. Zum Beispiel Hanenburger ist in Zürich ganz sicher sauber und sehr preiswert. Sogar in Kambodscha, einem Drittwelt Land kann man einen 20 Liter Container sauberes Wasser für 75 cents kaufen. Und so oder ganz ähnlich dürfte es in vielen anderen Entwicklungs Ländern auch sein. Man muss nur bereit sein dafür Geld auszugeben. Anstatt ein teures Handy oä. unnötiges zu kaufen:-)
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    2. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      Bruttonationaleinkommen je Einwohner in US-Dollar : Die 75 cents sind in vielen Staaten dieser Erde sehr viel Geld :-) Kambodscha: 830 $ (2011) , Deutschland: 43.980 $ (2011) , Schweiz: 76.380 $ (2011) , USA / Vereinigte Staaten von Amerika: 48.450 $ (2011)
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    3. Antwort von Franz Huber (R.)
      Ja Ja Herr Jaschko!!!!!! Aber 3 USD pro Monat für sauberes Wasser könnten sich auch in Kambodscha 99% der Menschen leisten:-)
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    4. Antwort von Franz Huber (R.)
      Wie wollen sie in einem Land wie Kambodscha, wo 2011 viele Menschen nicht einmal wussten was eine Lohnabrechnung ist, diese Einkommenszahlen Zahlen berechnen. Wahrscheinlich basiert auf Löhnen von Staatsangestellten, wie Polizei, die in solchen Ländern notorisch schlechte Löhne bekommen. Dafür wegen ihrer Stellung in der Gesellschaft beträchtliche Möglichkeiten zur Lohnaufbesserung haben. Hohle Hand machen:-) Die Zahlen können wir getrost vergessen:-)
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    5. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      Die Welt wird sehr weit kommen so viel ist klar da es Menschen gibt die nicht sehen wollen und bereit sind das ungerechte System mit Füssen und Händen zu verteidigen :-) Wenn man aber in der Rolle des Anderen wehre da würde man natürlich Ungerechtigkeit schreien :-)
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    6. Antwort von u. Felber (Keule)
      Wieso sind sie gegen Roche und Co? die geben mir Jahr für Jahr eine schöne Dividende :-) also ich bin Stolz, solche gute Arbeitsplätze bei uns zu haben und nicht bei den Russen :-)
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    7. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      ja ja :-) Herr Huber, es freut mich das Sie den Kapitalismus lieben und alles was er mit sich bringt aber so wie Sie es sagen ist es doch nicht :-) In Saigon verdient eine Näherin 100 Dollar im Monat. Das ist zu viel für die Kapitalisten deswegen die neuen Fabriken werden in Kambodscha gebaut den im Nachbarland Kambodscha kostet die Arbeit nur die Hälfte :-) Ich denke nicht Herr Huber das Sie eigentlich fähig sind die Folgen des Kapitalismus zu verstehen da sie die Vorzüge gerne geniessen :-)
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    8. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      Herr Felber, wenn Sie meinen sie sind happy an der Gesundheit der Mitmenschen ihre Dividende verdienen zu müssen dann bin ich doch so richtig happy für Sie :-) Ich hoffe nur die Dividenden von Heute werden Sie nicht später selber für die Medikamente brauchen den es wird nicht langen :-)
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    9. Antwort von Franz Huber (R.)
      Staune, dass sie immer noch in Bern leben. Der Hauptstadt eines Kapitalistischen Landes. Der Grund weshalb es in Kambodscha wirtschaftlich immer noch schlechter geht ist eben genau die Kommunistische Vergangenheit.Khmer Rouge lassen grüssen. Und die Auswirkungen dieser Zeit, die bis heute nachwirken. Zudem verdient eine Näherin 150 USD p.Mt. Genau wie Bau Hilfsarbeiter auch.Meist sehr junge Frauen und Männer. Die oft kaum Schulbildung haben.Diese Zahlen habe ich von den Arbeiter/innen direkt:-)
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    10. Antwort von Franz Huber (R.)
      Aber sie Hr. Jaschko sind natürlich in der Lage die folgen des Kapitalismus zu verstehen.Weil sie ja nicht davon profitieren. Obwohl sie in der Schweiz leben. Nicht einmal wenn sie keinen Job hätten, keine Rente,oder Sozialhilfe beziehen würden. Würden sie nicht von diesem so verachtenswerten System profitieren,solange sie in der Schweiz leben. Ausser sie leben im Wald als reiner Selbstversorger.Ich möchte gerne mal hören wie den ihr besseres,gerechteres System aussieht.Anstatt immer nur Kritik
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    11. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      Im Europa wir haben Politiker die Halbe Mill EUR durchschnittlich nach Hause nehmen also ich denke es ist nicht meine Aufgabe den Job für die Politiker die Wiederrum die Hard Core Kapitalisten vertreten und für die Politiker die von dem System voll profitieren die Lösungen zu suchen und dem Volk anzubieten :-) Wenden Sie sich bitte an die welche dafür eigentlich bezahlt werden mit Luxus Jets und Limousinen herum hofiert zu werden :-) In der CH oder im Wald? Das System shadet trotzdem den 99% :-)
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    12. Antwort von Franz Huber (R.)
      Dacht ich mir doch, dass sie keine Ideen haben wie man es besser und gerechter machen könnte:-) Aber Hauptsache immer motzen, und das System und Andere kritisieren:-) Dennoch aber sauber mitprofitieren:-)
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    13. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      Wenn Sie so meinen Herr Huber dann soll man Sie in Ihrem Glauben nicht wackeln lassen :-)
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