Eine 2 mit 12 Nullen

Fast 2 Billionen Franken beträgt das öffentliche Vermögen der Schweiz. Darunter fallen Anlagen von Bund und Kantonen, Gebäudeversicherungen oder Anteile an der Swisscom. Doch laut einer Studie ist das gemeinsame Vermögen von Bund, Kantonen und Gemeinden sehr verschieden rentabel angelegt.

Jemand stapelt zahlreiche Bündel von 50-Franken-Noten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fast 2 Billionen: Das Schweizer Vermögen hat eine riesige Dimension, die vielen nicht bekannt sein dürfte. Keystone

1800 Milliarden, also fast zwei Billionen Franken, bezeichnen die Autoren der Studie als öffentliches Vermögen. Das ist etwa dreimal so viel wie das Schweizer Bruttoinlandprodukt – also all jene Güter und Dienstleistungen, welche die Schweiz in einem Jahr produziert.

Das sei ein grosser Betrag, meint der Studienverantwortliche Ueli Mettler von der Beratungsfirma C-alm. Bekannt sei vor allem der Teil des Vermögens, der für das Alter gebunden ist, der rund die Hälfte ausmache. «Für uns war es interessant, diese bekannte Zahl in den Kontext zu stellen mit Sparstrümpfen oder mit verfügbaren Vermögen von anderen Arten von öffentlichen Vermögen», erklärt Mettler.

Zu den anderen Sparstrümpfen gehörten zum Beispiel das reine Finanzvermögen von Bund und Kantonen von fast 100 Milliarden Franken, die Gebäudeversicherung oder der Stillegungsfonds für AKW oder auch die Beteilungen an Energiekonzernen, an der Swisscom und so weiter.

Ruf nach «richtigem Mass an Regulierung»

Auffällig findet Mettler, dass diese Sparstrümpfe völlig unterschiedlich stark reguliert seien und somit das Vermögen unterschiedlich angelegt und bewirtschaftet werde. Während die berufliche Vorsorge viele Regeln beachten müsse, gebe es kaum Anlagevorschriften für andere Vermögen, wie etwa die Finanzanlagen von Bund, Kantonen und Gemeinden oder die Familienausgleichskasse.

«Jetzt geht es einfach darum, das richtige Mass an Regulierung zu finden, um die Leistungsfähigkeit dieser öffentlichen Anlagen schlussendlich zu maximieren», meint Mettler. Er ist überzeugt, dass das öffentliche Vermögen der Schweiz so besser – sprich gewinnbringender – angelegt werden könnte.