Ermittlungen gegen die UBS in Frankreich

Der Grossbank UBS steht neuer Ärger ins Haus. Schauplatz ist diesmal Frankreich. Wieder soll es um Manipulationen im Zusammenhang mit Steuergeldern von Kunden gehen.

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Ermittlungsverfahren gegen UBS in Frankreich

1:28 min, aus Tagesschau vom 1.6.2013

Gegen die Grossbank UBS in Frankreich ist in Paris ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Die Bank soll in Frankreich um Kunden geworben haben, indem sie ihnen anbot, Steuergelder vor dem französischen Fiskus zu verstecken, wie Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Justizkreise berichteten.

Zudem wurde die Bank zu einer Zeugin mit Rechtsbeistand ernannt. In diesem Fall gehe es unter anderem um die mutmassliche Vertuschung von Steuerhinterziehung. Gegen einen ehemaligen Generaldirektor der UBS in Frankreich, gegen eine ehemalige Führungsperson der UBS in Lille und gegen einen Angestellten der UBS in Strassburg sei in diesem Zusammenhang bereits ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Der Status eines Zeugen mit Rechtsbeistand entspricht in Frankreich einem Zwitterstatus zwischen Beschuldigtem und Zeugen. Er schliesst nicht aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

Weitere Brisanz bekommt der Fall durch den zurückgetretenen französischen Haushaltsminister Jérôme Cahuzac, gegen den wegen Steuerflucht ermittelt wird. Er hatte ein geheimes Konto bei der UBS.